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Moers
Adolfinum-Schüler gestalten neuen Pausenhof

Moers: Adolfinum-Schüler gestalten neuen Pausenhof
Jan Pütter, Moritz Grahl und Cora Marten (v.l.) stellten gestern ihren Gewinnerentwurf für die Umgestaltung des Adolfinum-Pausenhofs vor. FOTO: Dieker
Moers. Beim "KidS"-Projekt der Architektenkammer NRW entsteht ein neues Konzept für den Schulhof: Mehr Farbe und weniger Chaos. Von Markus Plüm

Zu wenig Farbe, zu wenig Sitzmöglichkeiten, zu wenig Licht, Chaos durch wahllos abstellte Fahrräder aufgrund fehlender Stellplätze. Die Liste der negativen Aspekte der Adolfinum-Schulhöfe, die von den Schülern erstellt wurde, ist lang. "Es gibt aber auch positive Dinge, wie die Verbindung der beiden Schulhöfe, die vielen Funktionsbereiche oder den Schulgarten", erläuterte Zehntklässler Moritz Grahl gestern bei der Vorstellung des von einer Schüler-Projektgruppe entwickelten neuen Konzepts für die beiden Pausenhöfe.

Im Rahmen des Projekts "KidS" (Kammer in der Schule) der Architektenkammer NRW hatten sich zehn Adolfinum-Schüler seit einem halben Jahr unter Anleitung von Kunstlehrer Kai Dinkelmann intensiv Gedanken darüber gemacht, wie die Aufenthaltsqualität auf den Pausenhöfen der Schule gesteigert werden kann. Gemeinsam mit dem Krefelder Landschaftsarchitekten Matthias Hähnel erarbeitete die Arbeitsgemeinschaft schließlich Zeichnungen, Modelle und konkrete Pläne. Drei Entwürfe kamen dabei heraus, in einer Abstimmung entschieden sich die Projekt-Teilnehmer schließlich für den Siegerentwurf "Unser Schulhof - eine runde Sache". Schüler Jan Pütter erklärt: "Runde Formen sollen im Vordergrund stehen, diese stehen für uns für Harmonie und Naturnähe."

Das Modell sieht vor, im Eingangsbereich für mehr Ordnung zu sorgen, indem zwei Bäume entfernt sowie mehr Sitzgelegenheiten geschaffen werden. Außerdem sollen die zahlreichen Fahrräder einen festen Platz finden. Daher wird das Zentrale Gebäudemanagement der Stadt Moers bereits in den Herbstferien neue Fahrradständer aufbauen - sowohl im Eingangsbereich als auch am Schulhof-Zugang an der Seminarstraße.

Weiterhin wünscht sich die Projektgruppe eine Reaktivierung des alten Haupteingangs an der Wilhelm-Schröder-Straße. "Das wäre die am einfachsten umzusetzende Lösung, er ist einfach repräsentativ für unsere Schule", sagt Pütter. Zudem liegen zwei große Maßnahmen den Schülern besonders am Herz. Zum einen soll die ungenutzte Sprunggrube an der Mehrzweckhalle in einen Fußballkäfig verwandelt werden, zum anderen wünscht man sich eine Rekultivierung des Schulgartens. In dem soll dann auch ein Freiluftklassenzimmer mit einem großen Sonnensegel entstehen, das vor Wind und Wetter Schutz bietet. In den kommenden Wochen wird das vorgestellte Konzept weiter ausgearbeitet und verfeinert werden. Dazu werden sich die Schüler auch Gedanken um die Finanzierungsfrage machen müssen. "Dieses Thema werden wir nun in Angriff nehmen", sagt Moritz Grahl.

Lob für die kreativen Ideen und das Engagement der Projekt-Teilnehmer gab es aber bereits gestern. "Es ist schön, zu sehen, wie viele Jugendliche sich Gedanken gemacht haben. Wir wollen mit diesem Projekt für Architektur sensibilisieren", sagte Gabriele Richter, Vorstandsmitglied der Architektenkammer NRW. "Die Projektergebnisse sind aber niemals solche, die eine Kommune sowieso in Angriff nehmen müsste. Es geht immer um ein ,nice to have'."

Auch der begleitende Landschaftsarchitekt Matthias Hähnel sprach ein Lob aus: "Die Schüler haben sehr konzentriert gearbeitet, alle Entwürfe haben eine tolle Qualität. Es hat mir viel Spaß gemacht, denn so konnte ich auch einmal mit jungen Leuten zusammenarbeiten und ihre wahren Bedürfnisse kennenlernen.

Quelle: RP
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