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Moers
Adventsbasar lockt ins Moerser Schloss

Moers: Adventsbasar lockt ins Moerser Schloss
Auch die Anne-Frank-Schule beteiligte sich gestern am Museumssonntag im Schloss und bot dort Selbstgemachtes an. Trotz Schneegestöbers war der Adventssonntag im Moerser Schloss sehr gut besucht. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Handgemacht und hausgemacht lautete erneut das Motto beim Museumssonntag im Moerser Schloss. Der Adventsbasar zog trotz Schneewetter die Besucher an. 21 Aussteller präsentierten ihre selbst gefertigten Waren. Von Sabine Hannemann

Der zweite Adventssonntag gehört dem Moerser Schloss und dem kleinen, aber feinen Adventsbasar. "Handgemacht und hausgemacht" lautet das Motto des Basars, der die Besucher zu den verschiedenen Verkaufsständen im Schloss führte. Der Posaunenchor Moers verstand sein Handwerk und eröffnete vom Schlossturm aus den Museumssonntag. Das Motto ist zum dritten Mal nach der Wiedereröffnung im Einsatz und steht für Qualität. "Wir haben keine Großmarktartikel, keine kommerziellen Anbieter, sondern alles ist in liebevoller Kleinarbeit, teilweise extra für diesen Adventsbasar entstanden. Für viele ist er eine Plattform, das kreative Talent öffentlich zu präsentieren", sagt dazu Fania Burger, zuständig für die Veranstaltung. Vereine und Initiativen wie auch private Anbieter füllten mit ihren Produkten die Stände. Die Auswahl versprach Vielfalt bei 21 Ausstellern.

"Wieder mit dabei viele leckere Sachen und originelle wie liebevoll gestaltete Dinge. Die Aussteller sind mit Freude dabei", sagt Museumsleiterin Diana Finkele. Sie lud gestern zu Innenhofführungen ein und informierte über den aktuellen Stand der Arbeiten. Seit September arbeitet Fania Burger an dem Programm. Neu ist beispielsweise das Konzert der Sound Fanfares Duisburg. In ein anderes Jahrhundert gelangte der Besucher beim Eintritt in den Kolonialwarenladen. Der Museums- und Geschichtsverein bot eine klassische Bonbonauswahl an, die vom Bonbonhersteller Müller aus Rheinhausen stammt. "Abgepackt für den Museumssonntag in 100-Grammtüten", sagt Dietmar Böhmer vom Verein, der auch Spezialitäten wie Brotbonbons anbot, die die Kriegsgeneration noch lutschte. Beim Schlendern durch die diversen Räume gab es neben der facettenreiche Moerser Geschichte jede Menge zu entdecken. Beispielsweise Arbeiten von Elsa Deutsch, die sich mit Naturmaterialien wie Sand, geriebenen Naturpigmenten wie auch Wachs der Prozessmalerei verschrieben hat.

"Auch die Farben stelle ich selber her", sagt die Kunstschaffende. An den Ständen fragten die Besucher bei den Ausstellern nach der Machart der verschiedenen Produkte, bestaunten Keramikartikel oder ließen sich von Kerstin Schulze ihre Wellnessprodukte erklären. Holzaufsteller, Engel in den verschiedensten Ausführungen, gestrickte Socken für große und kleine Füße oder Genähtes wurden bestaunt.

Exakt gearbeitete Dekoartikel, Honigkerzen wie auch Honigprodukte fehlten nicht, wie auch Marmeladen und Plätzchen. Den Stand der Grafschafter Diakonie schmückten diverse formschöne Holz-, Filz- und Papierarbeiten. "Der Trend geht zu einfachen und schlichten Dingen. Das sind kleine Tannenbäume und Häuschen, die sich beleuchten lassen oder lustige Vogelhäuschen", sagt Bereichsleiterin Ellen Langwald. "Die Gegenstände entstanden seit August in der Arbeitstherapie von psychisch kranken Menschen, die so eine Wertschätzung erfahren. Vor allem, wenn sie von dem starken Besucherinteresse erfahren", so die Bereichsleiterin. "Hit sind Holzstelen mit Sinnsprüchen. Von dem Erlös des Basars können unsere Bewohner Urlaubspläne verwirklichen." Lob und Anerkennung findet die gesamte Ausstellung bei den Besuchern. "Einfach wunderbar und liebevoll gestaltet", sagt ein Ehepaar, das sich den zweiten Adventssonntag extra freihält. Während die Erwachsenen von Stand zu Stand bis ins Offene Atelier gingen, gab es für die Kinder kreative Einheiten in der Bastelwerkstatt mit Fröbelsternen und weihnachtlichen Dekoartikeln. "Wir hatten schon richtig viel zu tun", sagt Ehrenamtlerin Meggi Hafizi. Gut gefüllt auch der Rittersaal. Das Moerser DRK lud dort zur Grafschafter Kaffeetafel ein.

Quelle: RP
 
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