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Rheurdt
An der Kirchstraße in Rheurdt darf wieder geklettert werden

Rheurdt. Die Saison im Kletterwäldchen ist eröffnet. Mit Spaß und Nervenkitzel wagten sich die ersten Mutigen in luftige Höhen. Von Ulrike Rauhut

"Ich schaffe das!", spricht sich der kleine Marlin selber Mut zu, als er das Klettergeschirr angelegt bekommt. Es ist sein dritter Versuch und mit jeder Stufe auf der Strickleiter nach oben wird sein Mut zunächst immer kleiner. Betreuer Thilko Eilers ist bereits vorgegangen, Jos van der Laan sichert Marlin und steigt dann hinterher. Der erste Schritt auf die wackelige Plattform in luftiger Höhe zwischen den Bäumen - wagt der Achtjährige es diesmal? Eingehakt in das sichernde Stahlseil und ermutigt von den beiden Helfern lässt er sich tatsächlich zum ersten Mal langsam auf das schaukelnde Brett gleiten. Sicherheitshalber mit dem Popo. Aber egal, er hat es geschafft, hangelt sich weiter bis zur nächsten festen Plattform. Seine Eltern und die anderen Besucher spenden ihm von unten kräftigen Applaus.

Ängste überwinden, das Selbstvertrauen stärken und lernen, sich aufeinander zu verlassen - das können Kinder, Jugendliche und Erwachsene ab sofort wieder im Kletterwäldchen Rheurdt. Am Sonntag wurde im Clubraum der evangelischen Gemeinde die Wiedereröffnung nach der Winterpause mit Kaffee und leckeren Waffeln gefeiert.

Das Kletterwäldchen an der Kirchstraße ist eine Kooperation zwischen dem Evangelischen Kirchenkreis Moers und der Evangelischen Kirchengemeinde Hoerstgen, zu der auch Rheurdt gehört. Jugendleiterin Christel Bosch und ihr ehrenamtliches Team bieten ab sofort wieder die Möglichkeit, den Hochseilgarten zu buchen. Alle Mitarbeiter haben eine spezielle Ausbildung durchlaufen. Egal ob als Kindergeburtstag, für Behindertengruppen oder als teambildende Maßnahme für Arbeitskollegen: Bosch schneidet das Angebot individuell auf die jeweilige Gruppe zu.

Neben der Einweisung und Führung durch das Kletterwäldchen können auch weitere Bausteine gebucht werden, wie erlebnispädagogische Spiele und Übungen für die Teamentwicklung. Neuerdings gehört auch ein besonderer Parcours zum Angebot: Über bodennah von Baum zu Baum gespannte Gurte müssen sich hier die Gruppenmitglieder gemeinsam hangeln. Das klappt nur mit guter Kommunikation und einer ordentlichen Portion Teamgeist.

Zwei Stunden betreutes Klettern kostet pro Kind sechs Euro, Erwachene zahlen acht Euro. Wenn die Eltern sich mit in die Höhe wagen, können sich schon mutige Kinder ab vier Jahren von Baum zu Baum hangeln. Jugendliche ab 14 dürfen es auch nach Einweisung alleine wagen. Sonntags (außerhalb der Ferien) ist die Anlage von 15 bis 18 Uhr für jeden Interessierten geöffnet, ein schönes Ziel nach einer Fahrradtour. Infos und Anmeldung bei Christel Bosch, Telefon 02842 71233 oder christel.bosch@kirche-hoerstgen.de.

Quelle: RP
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