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Rheurdt
Arbeitskreis soll Barrierefreiheit fördern

Rheurdt. Wer den Begriff "Inklusion" hört, der denkt in den meisten Fällen an Schulen. Doch er umfasst weitaus mehr als die gleichberechtigte Behandlung von behinderten und nicht-behinderten Schülern. Inklusion, das bedeutet auch Barrierefreiheit in Gebäuden und im öffentlichen Raum.

Um diese Aspekte kümmert sich in Rheurdt nun eine fraktionsübergreifende Arbeitsgruppe unter dem Vorsitz des FDP-Fraktionsvorsitzenden Andreas Nielsen. Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen erklärt dazu: "Unter anderem hat die Verwaltung die Kirchengemeinden vor Ort angeschrieben, um zu erfahren, wie es mit der Barrierefreiheit der verschiedenen kirchlichen Gebäude steht." Auch eine Begehung des Friedhofs sei durchgeführt worden, um zu überprüfen, ob Menschen, die beispielsweise unsicher auf den Beinen sind, ohne Gefahr die Anlagen betreten können. "Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass ein neuer Handlauf nötig war", berichtet Kleinenkuhnen. Auch heikle Stellen wie Bodenroste oder Rinnen, die behinderte oder ältere Menschen zu Fall bringen könnten, seien beseitigt worden. Die neue Arbeitsgruppe soll unter anderem zusammentragen, in welchen Bereichen noch ein besonderes Augenmerk auf Barrierefreiheit gerichtet werden muss.

Die Pläne der Verwaltung, die Bürgersteige im Ortskern von Rheurdt zu erweitern, können ebenfalls unter diesem Gesichtspunkt betrachtet werden.

Wie heikel es dort für Rollstuhlfahrer werden kann, das hatte die Ortsgruppe der St.-Georg-Pfadfinder mit einer ungewöhnlichen Aktion demonstriert. Vertreter des Runden Tisches für Senioren und der Bürgermeister waren zu dieser Gelegenheit eingeladen. Konkret wurde dabei versucht, mit einem Rollstuhl sowie einem Rollator über die Bürgersteige zu kommen. An einigen Stelle wurde ein Weiterkommen unmöglich, nicht zuletzt durch parkende Autos. Auch fehlten Absenkungen der Bürgersteige, die das Überqueren der Straße ermöglicht hätten

(s-g)
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