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Moers
Auch SPD jetzt für den Erhalt des Utforter Friedhofs

Moers. Nach CDU-Fraktions-Chef Ingo Brohl hat nun auch die Rheinkamper SPD erklärt, dass mit ihr eine Schließung des Utforter Friedhofs nicht zu machen sei. Silvia Rosendahl, Vorsitzende des Rheinkamper Ortsverbands, erhob dabei heftige Vorwürfe gegen Brohl.

"In Utfort wohnen viele ältere Menschen, für die es selbstverständlich schien, auf dem Utforter Friedhof ihre ewige Ruhe zu finden", schreibt Rosendahl in einer Stellungnahme. Das dürfen wir diesen Menschen nicht wegnehmen." Die Rheinkamper SPD will den Utforter Friedhof erhalten.

Hintergrund: Im Verwaltungsrat der ENNI Stadt & Service gab es den Prüfauftrag, Einsparpotenziale bei der Bewirtschaftung der Friedhöfe zu ermitteln. ENNI selbst hatte dabei die Schließung eines Friedhofs nicht in Erwägung gezogen. Allerdings hatte insbesondere die CDU darauf gedrungen, diese Variante mit dem Blick auf Utfort prüfen zu lassen.

Auch wenn alle vorhandenen Gräber noch mindestens 30 Jahre weitergeführt würden, war klar, dass ein Beisetzungsstopp eine hohe Betroffenheit hervorruft. Daher sollte ein solches Auslaufen, wenn überhaupt, nur bei Einvernehmen aller im Rat vertretenen Fraktionen beschlossen werden, und keinesfalls mit knapper Mehrheit." Das hatte bereits Mark Rosendahl, der Fraktionsvorsitzende der SPD gesaht.

"Verwunderlich", so Rosendahl, "dass nun (...) ausgerechnet der CDU-Fraktionsvorsitzende Ingo Brohl vorprescht und erklärt, mit der CDU sei eine Schließung nicht zu machen. "Das ist so, als wenn jemand eine Lawine lostritt, und sich dann danebenstellt und den anderen sagt: Könnt ihr nicht aufpassen...", sagte Rosendahl. "Seriöse Politik stelle ich mir anders vor."

(ock)
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