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Moers
Auf dem Radsattel der Sonne entgegen

Moers: Auf dem Radsattel der Sonne entgegen
Bürgermeister Christoph Fleischhauer (vorne rechts) und Moers-Marketing-Geschäftsführer Michael Birr gaben den Startschuss. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Das Wetter war beim Niederrheinischen Radwandertag durchwachsen. Die Teilnehmerzahl lag wohl etwas niedriger als im vergangenen Jahr. Beliebt war kurze Familientour, die Rheurdt, Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn verbindet. Von Peter Gottschlich

Ein leichter Nieselregen setzte ein, als Christoph Fleischhauer am Sonntagmorgen mit einer Konfettikanone den Niederrheinischen Radwandertag in Moers startete. "Sie fahren der Sonne entgegen", gab der Bürgermeister den Radlern mit auf den Weg. "Der Niederrhein hat viel schöne Seiten, die sie erfahren können." Von den Radlern waren 70 zum Neumarkt gekommen, die meisten in Radfahrerkleidung, die schon etwas Wasser vertragen kann.

Das waren beim Start 30 weniger als im letzten Jahr. "Das Wetter ist nicht optimal", sagte Michael Birr. "Im Laufe des Tages sind es immer um die 400 Radfahrer, die hier an den Start gehen oder eine Station einlegen." Der Geschäftsführer der Moers Marketing GmbH organisierte zusammen mit den Aktiven der Moers-Neukirchen-Vluyner Gruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs den Radwandertag in der Grafenstadt. "Die Radler können drei Routen auswählen", berichtete er über seine Erfahrungen aus den vergangenen Jahren. "Einige stellen sich eigene Routen zusammen, fahren schon einmal querfeldein. Manche sind als Gruppe unterwegs, manche als Paar und manche als Einzelperson."

Beliebte Route für Familien mit Kindern

Ziel aller Zweiradfreunde war es, drei Stempel auf ihre Karte zu bekommen, um bei der Tombola dabei zu sein, die an allen 63 Startorten des Radwandertages am Sonntagnachmittag um 17 Uhr begann, als die Sonne längst Oberhand gewonnen hatte. In der Grafschaft sind das immer der Vluyner Platz in Neukirchen-Vluyn und der Burgerpark in Rheurdt, der Prinzenplatz in Kamp-Lintfort und der Neumarkt in Moers. An diesen Punkten wurde ein Bühnenprogramm geboten. Außerdem präsentierten sich Sponsoren und Fahrradclubs, in der Grafenstadt zum Beispiel der ADFC mit seinem scheidenden Vorsitzenden Volker Vorländer aus Moers und dessen Nachfolger Karl-Heinz Degen aus Neukirchen-Vluyn. Die Startpunkte in Neukirchen-Vluyn, Rheurdt und Kamp-Lintfort sind die Stationen der Rundtour, die unter den 88 Routen des Radwandertages eine besondere Rolle spielt, weil sie 2015 die erste Kurzroute war.

Während die meisten Routen zwischen 40 und 60 Kilometer lang sind, umfasst diese nur 27 Kilometer. "Vor allem Familien mit Kindern wählen diese Route aus", berichtete Sonja Kadesreuther. "Sie ist die beliebteste Tour." Schon um 11 Uhr hatte die Touristikmanagerin der Stadt Kamp-Lintfort alle Flugblätter zu dieser Familientour ausgegeben, die schnell Nachahmer fand. Mittlerweile gibt es unter den insgesamt 88 Touren zwölf Familientouren unter 30 Kilometern, in Schwalmtal sogar eine besondere Kindertour mit nur zehn Kilometern, um Familien für den Radwandertag zu gewinnen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte es auf dieser Familienroute bereits eine weitere Neuerung beim 26. Niederrheinischen Radwandertag gegeben. Um 10 Uhr war Ralph Grützmacher mit einer geführten Tour gestartet. 25 Radler hatten sich dem Sprecher der Freien Radler Niederrhein angeschlossen. Ob sich diese Idee, in geführten Gruppen zu fahren, Nachahmer findet, wird der 27. Niederrheinische Radwandertag zeigen, bei dem Radler am ersten Sonntag im Juli 2018 in die Pedale treten.

Quelle: RP
 
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