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Moers
Aus dem Trafokasten wird ein Höhenzug-Panorama

Moers. Auf Betreiben der Innogy SE hat der Künstler Mark Roberz einen bunten Hingucker in Schaephuysen gezaubert. Von Sabine Hannemann

Wie Schmuck sieht die "Kompaktstation" am Ortsausgang von Schaephuysen, Richtung Rheurdt, aus. Ein Hingucker, der sich mit Motiven von Ortsmarken bei Vorbeifahrenden bemerkbar macht. Graffitikünstler haben den St. Michaelsturm und die grünen Schaephuysener Höhen auf den Kasten gesprüht. Er zeigt jetzt viel Natur: Schmetterlinge, Kornblumen, Klatschmohn. Tiere wie Pferd und Fasan gehören mit in dieses grüne Landschaftsidyll.

Die Kompaktstation ist einer der Energiestandorte, die das Unternehmen Innogy SE in Schaephuysen farbig gestaltet hat. Ein weiteres Exemplar steht an der Grünstraße. Das grüne RWE-Tochterunternehmen Innogy SE bündelt seit Frühjahr die Bereiche erneuerbare Energien, Vertrieb, Netz und Infrastruktur.

Der Schaephuysener Michael Sonfeld ist als Liegenschaftler der Region Niederrhein für die verschiedenen Stationen in ihrer optischen Gestaltung zuständig. Zugleich ist er Mitglied in der örtlichen Projektgruppe "Dorfbild". Für ihn ist das umlaufende Bild der Kompaktstation gelungen und hat das Zeug dazu, "ein Wahrzeichen von Schaephuysen zu werden", sagt Sonfeld. Dass das Kunst-Objekt den Schriftzug "Natürlich Schaephuysen" trägt, passt in das aktuelle Dorfentwicklungskonzept, das mit Aktionen wie dem Naturmarkt immer mehr das örtliche Profil schärft. Mit Mark Roberz (29) wurde ein Künstler gewonnen, der mit Airbrush-Technik eine fröhliche Sommerstimmung auf der Energiestation festgehalten hat. In einem Vorentwurf hatte er alle markanten Punkte des Dorfes skizziert. "Herausforderung war für mich, diese kleine Fläche zu gestalten", sagt Roberz mit Blick auf die Perspektiven. Seit über drei Jahren ist er bundesweit als Graffiti-Künstler unterwegs.

Die Verteilerstation zeigt bereits nach der offiziellen Übergabe Wirkung. Kämmerer Marcell Schüren hielt spontan, um das Kunstwerk zu begutachten. "Schick. Das passt einfach", so sein Kommentar. Sonfeld begleitet sowohl die Gestaltung der Kompaktstationen wie auch der ehemaligen Trafohäuschen, "die wir mit örtlichen und historischen Motiven oder Hofwappen gestalten. Wir schaffen immer eine Verbindung zu den Menschen und ihrer Heimat."

Speziell die ausgedienten RWE-Trafohäuschen liegen ihm am Herzen, die mancherorts sogar einer neuen Nutzung, wie in Obermörmter bei Xanten, zugeführt werden konnten. Bundesweit, so Sonfeld, seien von der Innogy knapp 80 Objekte auf diese Weise gestaltet und zum Hingucker geworden. So nun auch für Schaephuysen. "Sozusagen die Visitenkarte unseres Ortes."

Quelle: RP
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