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Moers
Azubis präsentieren Automobil-Trends

Moers: Azubis präsentieren Automobil-Trends
Lena Berkel (links), Auszubildende zur Automobil-Kauffrau, im "Kundengespräch". FOTO: KLaus Dieker
Moers. Zum elften Mal fand gestern am Mercator-Berufskolleg der Autosalon statt. Der Schwerpunkt lag diesmal auf dem Thema "Netzwerk Auto". Von Josef Pogorzalek

Wrrrr . . . Wrrrr . . . Wrrrr . . . WRRROOOOAAARRR! Das ist es wieder, dieses Motorgeheul. Alle paar Minuten legt es sich über den Hof des Mercator-Berufskollegs. "Das ist unser BMW M4", meint Patrick Conrad schmunzelnd. "Der lockt die Leute an." Zu elften Mal findet an der Schule der Autosalon statt. Aktuelle Modelle vom kleinen Corsa bis zum 477 PS starken Lexus RCF stehen auf dem Schulhof, dazu gibt es Informationen und Aktionen. Wie immer haben angehende Automobil-Kaufleute wie Patrick Conrad die kleine Messe organisiert; für sie ist es eine Fingerübung in Sachen Berufspraxis. Autohäuser aus der Region unterstützen die Schulveranstaltung und überlassen den Azubis für den Tag die Ausstellungsstücke.

Automobil-Kaufmann, das ist ein sehr gefragter Beruf, sagt Hubert Beckedahl, der mit seinem Kollegen Michael Menzel den Autosalon als Lehrer betreut. 90 Auszubildende in drei Jahrgängen besuchen das Mercator-Kolleg. Patrick Conrad aus Neukirchen-Vluyn ist 23 und hat eine Lehrstelle im Autohaus Elspass. "Ich wollte einen kaufmännischen Beruf, aber nicht mit Waren handeln, die mich nicht persönlich ansprechen." Seine Begeisterung für Autos, die könne er an die Kunden weitergeben. Guido Koppmann (21), der bei Minrath lernt, weiß auch die große Bandbreite der Einsatzgebiete zu schätzen: "Man kann in der Buchhaltung arbeiten, im Verkauf, im Lager." Und Matthias Klein (21) findet noch etwas klasse: "Alle paar Wochen fährt man ein neues Auto." Und zwar auf Firmenkosten.

Der Rundgang über den Autosalon verbindet automobile Schaulust mit Information und Aktion. Am Simulator des ADAC können Schüler testen, wie sich ein Überschlag im Auto anfühlt. Die Verkehrswacht demonstriert, wie ein hart Aufschlag mit nur 10 km/h ist, es gibt Reaktionstests, die Polizei klärt über Unfallfolgen auf.

Dann ist da noch das von den Auszubildenden gewählte Schwerpunktthema "Das Netzwerk Auto". Es dreht sich um das autonome Fahren, um all die Brems-, Spur- , Park- und andere Assistenten, die Autos neuerdings "intelligent" machen. Immer mehr Autos verfügen über satellitengestütztes WLAN. Ganz groß im Kommen seien Service-Systeme, bei denen der Autofahrer zum Beispiel nach einem Unfall kontaktiert wird. "Dann spricht da jemand, und wenn der Autofahrer sich nicht meldet, wird automatisch ein Rettungswagen geschickt", erklärt Patrick Conrad. "Premiumhersteller hatten das schon früher. Aber jetzt gibt es das selbst für einen kleinen Corsa." Und die automobile Zukunft? Die sei "definitiv elektrisch", sagt Conrad. Koppmann ist sicher, dass autonom fahrende Autos irgendwann stinknormal sein werden. "Vielleicht schon für unsere Kinder."

Und was für ein Auto würden die beiden mir empfehlen? "Auf jeden Fall ein teures!", kommt es verschmitzt zurück. So ist er, unser Kaufmanns-Nachwuchs.

Quelle: RP
 
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