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Moers
Bad-Projekt Solimare liegt im Zeitplan

Moers: Bad-Projekt Solimare liegt im Zeitplan
Von links: Lutz Hormes, Hans-Gerd Rötters (beide Enni), Bürgermeister Christoph Fleischhauer, Sportausschuss-Vorsitzende Petra Kiehn und Dirk Hohensträter (Enni). FOTO: Dieker, Klaus (kdi)
Moers. Freitag erster Spatenstich. Schon 2016 sollen Freibad-Besucher hier baden können. Gesamtprojekt soll bis 2017 stehen. Von Jürgen Stock

Auch Schaufeln will gelernt sein: Immer wieder mussten Bürgermeister Christoph Fleischhauer, Sportausschuss-Vorsitzende Petra Kiehn (beide CDU) sowie die Enni-Geschäftsführer Hans-Gerd Rötters, Dirk Hohensträter und Lutz Hormes Sand schüppen, ehe alle Fotografen - trotz Rötters' gezähltem Kommando - das richtige Bild im Kasten hatten. Erster Schaufelwurf statt erster Spatenstich: Letztendlich war das allen Beteiligten egal. Hauptsache das ehrgeizige Bad-Projekt Solimare kommt voran.

1.) Aktivbad mit Lehrschwimmbecken, Kombi-Schwimmbecken und Kleinkinderbereich. 2.) Freibad mit acht 25-Meter-Bahnen, Kombibecken mit Wasserrutsche. 3.) Eishalle mit Bistro, neuem Eingangsbereich, neuen technischen Anlagen und renovierter Eisfläche.

"Den Unkenrufen zum Trotz läuft alles nach Plan" betonte Fleischhauer, der noch einmal daran erinnerte, dass ein derartiges 16 Millionen Euro teures Projekt für eine von finanziellen Nöten gebeutelte Stadt eine "Gratwanderung" sei: "Es wird spannend zu sein, zuzusehen, wie sich alles entwickelt."

Protest erntete er allerdings, als er behauptete, dass Moers gegenwärtig kein Freibad habe. Der Widerspruch kam aus den Reihen der Bettenkamp-Freunde, die allerdings im neuen Solimare keine Konkurrenz, sondern eine willkommene Ergänzung sehen. Wie zu hören war, wird derzeit sogar intensiv darüber nachgedacht, wie Solimare und Bettenkamp miteinander verzahnt werden können.

Eines steht fest: Mit der Fertigstellung des Solimare spätestens zu Beginn des Jahres 2017 wird Moers im westlichen Bereich des Freizeitparks ein Ensemble aus Kultur- und Freizeiteinrichtungen haben, um das die Stadt viele Nachbarkommunen beneiden werden.

So bewies die im vergangenen Jahr fertiggestellte Festival-Halle, gestern, dass sie auch für Empfänge bestens geeignet ist.

Die unmittelbar daneben gelegene Eissporthalle, die klimatechnisch mit dem Badebereich verbunden werden soll, wird nach der Renovierung wohl nicht wiederzuerkennen sein. Dort soll es neben einem Bistro auch einen komplett neu gestalteten Eingangsbereich geben. Besondere Herausforderung für die Planer: Der Betrieb in der Halle soll während der Wintersaison durch die Bauarbeiten nicht beeinträchtigt werden. Mit der Eröffnung des Freibadbereichs wird schon im Jahr 2016 gerechnet; zum Jahresanfang 2017 könnte dann alles fertig sein. Die Planer haben sich ihren Optimismus nicht nehmen lassen, obwohl es offenbar zeitweise ordentlich gekracht hat. "Es gab im Planungsteam heftige Auseinandersetzungen", berichtete Enni-Geschäftsführer Dirk Hohensträter. Doch das sei bei derartigen Projekten ganz normal. Inzwischen liege man auch wieder voll im Zeitplan.

In dem Vorzeigeprojekt soll vom Kleinkinderplanschen bis zum sportlichen Wettkampf jede Art von Wasser-Vergnügen möglich sein soll. "Spaß und Action für die Familie", lautet das Motto, das Hohensträter für das Solimare ausgibt. Dazu sollen auch der Bereich mit Wasserspielgeräten und die neue Großrutsche beitragen.

Wer derzeit auf die Baustelle kommt, sieht dort bereits eine rund drei Meter tiefe Grube. An dieser Stelle lag früher einmal das 50-Meter-Becken. Das kann man immer noch sehen: Einige Meter entfernt als kleingeschredderten Geröllhügel. Das Material wird benutzt, um den Untergrund für die neuen Solimare-Becken herzurichten.

Quelle: RP
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