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Moers
Bademeister kämpfen um Meisterehren

Moers: Bademeister kämpfen um Meisterehren
Schwimmwettkampf mal anders: Im Enni-Sportpark mussten die Schwimmmeisterauch mit Kleidung ins Wasser. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Bürgermeister Christoph Fleischhauer holt mit dem Moerser Team die Deutsche Meisterschaft. Von Ulrike Rauhut

Zum 42. Mal haben Schwimmmeister aus ganz Deutschland am Wochenende ihre Fitness im Wasser bei Deutschen Meisterschaften unter Beweis gestellt. Die Enni Sport und Bäder begrüßte als diesjähriger Gastgeber 244 Teilnehmer aus 49 verschiedenen Organisationen von Flensburg bis München, von Zwickau bis Aachen im Sportpark Rheinkamp. Der jüngste Teilnehmer war 17, der älteste 83 Jahre alt.

Im Moerser Team gab Bürgermeister Christoph Fleischhauer sein Bestes. Er fühlte sich in seine Jugendzeit zurückversetzt, in der er bei den freien Schwimmern Rheinkamp bis zu 14 Trainingseinheiten in der Woche absolvierte. "Ich bin zwar mit Abstand der älteste im Team, aber ich möchte wirklich eine gute Leistung abliefern", erzählte er vor dem ersten Start, sichtlich angespannt. Beim Wettbewerb über 4x50 Meter Brust der Männer holte er sich mit Holger Luppa, Robin Galler und Jan Konopka den Siegertitel. Auch die anderen beiden Staffelstarts führten zu Meistertiteln. In seiner Altersklasse besiegte Konopka fünf Konkurrenten über 50 m Brust in 34,61 Sekunden. Er war im 100 Meter Freistil-Rennen der schnellste Mann des Tages mit 51.72 Sekunden. Wie viele seiner Kollegen war Konopka neben seinem Beruf im Bäderbereich viele Jahre lang ein ambitionierter Vereinsschwimmer. Da er aber seit vier Jahren nicht mehr als Leistungsschwimmer unterwegs sei, zeigte er sich überrascht von seinem guten Abschneiden. "Die schnelle Konkurrenz und die Anfeuerungen der eigenen Leute haben mich beflügelt", sagte der 28-jährige, der auch über 50 Meter Schmetterling vorne lag.

Insgesamt errang das Enni-Team 7 Meistertitel und sicherte sich damit in der offenen Wertung den ersten Platz im Medaillenspiegel. Robin Galler siegte über 50 Meter Freistil mit 24.94 Sekunden, Sonthaja Gnatovic über 50 Meter Schmetterling mit 34.95 Sekunden.

"Der Wettbewerb ist eigentlich wie ein großes Familientreffen, bei dem sich Kollegen aus ganz Deutschland einmal im Jahr treffen, sich messen, aber auch freundschaftlich austauschen", erzählt der Vize-Präsident des BDS, Detlef Meyer. Deshalb gehöre die Party am Abend auch dazu.

Die Veranstaltung, die vor 41 Jahren erstmals in Grefrath stattfand, werde immer professioneller, berichtet Meyer. Der Wettbewerb wird nach den offiziellen Richtlinien des Deutschen Schwimmverbandes ausgerichtet. Um die 794 Einzel- und 118 Staffelstarts zu organisieren, ist eine straffe Organisation notwendig. 20 Leute bilden alleine das Wettkampfgericht.

Im nächsten Jahr wird der Wettbewerb in Hamburg stattfinden.

Quelle: RP
 
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