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Bei Rheurdt
Scheune brennt aus - 30 Pferde gerettet

Bei Rheurdt: Scheune brennt aus - 30 Pferde gerettet
Große Flamme schlugen am Mittwochabend aus dem Dach der Scheune. FOTO: privat
Rheurdt. Ein Scheunenbrand auf einem Pferdehof zwischen Rheurdt und Schaephuysen hat am Mittwochabend zu einem großen Feuerwehreinsatz geführt. Rund 30 Pferde konnten gerettet werden. 

Der Brand zweier Gebäude auf dem Grundstück eines Pferdehofes bei Schaephuysen hat am Mittwochabend zu einem großen Feuerwehreinsatz geführt. Um 17.07 Uhr, so teilt die Kreis Klever Polizei mit, war der Alarm eingegangen. Betroffen seien eine Scheune und eine benachbarte Reithalle gewesen. Der Rheurdter Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen berichtet: "In der größeren Scheune lagerten rund 3000 Kubikmeter Stroh, um die Bauten herum waren rund 30 Pferde in ihren Boxen untergebracht."

Die Scheune und der Nachbarbau brannten trotz der Bemühungen der Sicherheitskräfte aus. Die tröstliche Nachricht: Kein Mensch und kein Tier sind bei dem Brand ernsthaft verletzt worden. "Die Pferde konnten allesamt ins Freie gerettet werden, sie wurden auf eine Weide gebracht", so Kleinenkuhnen. Die Kreis Klever Polizei ergänzte Donnerstag, dass zwei Helferinnen wegen eines Reizhustens das Krankenhaus aufgesucht hätten, dort seien sie ambulant behandelt worden. "Wir hatten das Feuer gegen 20.30 Uhr unter Kontrolle", berichtet der Rheurdter Wehrleiter Markus Jansen.

Doch damit war der Einsatz noch lange nicht beendet. Das Brandgut aus der Scheune sei auf ein Feld gebracht und verteilt worden; wegen der immer noch bestehenden Gefahr, dass in dem Stroh ein Schwelbrand entsteht, wurde es durch Wasser aus den Kuhlengewässern weiter abgelöscht. "Die Straße Hochend ist weiterhin gesperrt", erklärte Jansen gestern am frühen Nachmittag. Und bis zum frühen Abend werde dies auch so bleiben.

Aus mehreren umliegenden Kommunen war die Unterstützung für die Rheurdter Sicherheitskräfte gekommen. Nicht weniger als sechs Löschzüge waren bei der Bekämpfung des Feuers im Einsatz, berichtet Jansen. Neben den beiden Zügen aus Rheurdt und Schaephuysen waren Feuerwehrleuteaus Neukirchen-Vluyn, Aldekerk, Sevelen und Kempen beteiligt. Auch das Technische Hilfswerk aus Moers war zur Unterstützung vor Ort. "Das THW hat uns bei der Beleuchtung und bei der Räumung der Scheune geholfen", sagt der Wehrleiter. Um die von den Ereignissen verstörten Grundstückseigentümer zu betreuen, sei auch ein Notfallseelsorger an der Einsatzstelle gewesen, berichtet Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen. Außerdem hätten das Deutsche Rote Kreuz die Feuerwehrleute und THW-Helfer mit Verpflegung versorgt.

Die Löscharbeiten wurden allerdings beeinträchtigt durch einen Schaden im Wassernetz der Gemeinde. "Es gab einen Rohrbruch auf der Hauptstraße in Schaephuysen", berichtet Klaus Kleinenkuhnen. Daher habe man noch zwei Tanklastfahrzeuge aus Rheinberg und Kamp-Lintfort anfordern müssen, um genügend Löschwasser zu haben. Übrigens war es der zweite Rohbruch auf Gemeindegebiet innerhalb weniger Wochen.

Die Kriminalpolizei wird nun die Ursache des Brandes untersuchen. Ein Brandsachverständiger werde wohl erst am Montag mit der Arbeit beginnen, sagt der Kreis Klever Polizeisprecher Michael Ermers: "Die Brandstelle kokelt noch."

(s-g)