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Moers
Berufsausbildung in Teilzeit für junge Eltern

Moers. Ein vom Land NRW und der EU gefördertes Programm erleichtert das Nachholen der Ausbildung.

Das Leben verläuft für manche junge Frauen und Männer kurviger als geplant. Manchmal werden sie Eltern, bevor sie die Ausbildung beendet haben oder überhaupt begonnen haben. Auch die Betreuung und Pflege eines Angehörigen kann die eigenen Berufsausbildungspläne behindern. Und dann ist ein Neustart in eine Ausbildung nicht selten mit Hindernissen gepflastert. Denn es muss nicht nur eine Kinderbetreuung oder Betreuung des zu Pflegenden her, sondern auch ein passender Ausbildungsbetrieb ist wichtig: Der Lebensunterhalt für die junge Familie muss abgesichert sein.

Aber die Geburt eines Kindes oder die Betreuung eines Angehörigen ist kein Hinderungsgrund, um eine solide Berufsausbildung nachzuholen. Das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union fördern junge Eltern, die in Teilzeit ihre Ausbildung in Angriff nehmen wollen. "TEP oder Teilzeitberufsausbildung-Einstieg begleiten - Perspektiven öffnen" heißt das Programm, das junge Frauen und Männer auf dem Weg in eine betriebliche Ausbildung begleiten und unterstützen soll. Den Auftrag dazu haben am Niederrhein das SOS-Kinderdorf in Kleve und FachWerk.Kreis Wesel in Moers bekommen.

Und so funktioniert es: Es gibt eine Vorbereitungsphase, in der die Teilnehmer auf die Ausbildung vorbereitet werden. Dazu gehören zum Beispiel die Erstellung von Bewerbungsunterlagen oder ein PC-Training. In dieser Zeit wird auch die Suche nach einem passenden Unternehmen unterstützt. Während der Ausbildung selbst werden die Auszubildenden noch bis zu acht weitere Monate begleitet.

Voraussetzung für eine Teilnahme ist, dass mindestens ein Kind unter 15 Jahren oder ein pflegebedürftiger Angehöriger mit im Haushalt leben und bisher keine Ausbildung abgeschlossen wurde. Dabei besteht die Möglichkeit, in Abstimmung mit den Betrieben und Kammern eine Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren. Für Kinderbetreuung, die außerhalb der regulären Kindergartenzeiten nötig wird, können Kosten übernommen werden.

Mit diesem Angebot werden insbesondere junge Eltern mit einem guten Schulabschluss angesprochen, die motiviert sind und die wissen, dass sie für ihr gestecktes Ziel eine gute Portion Durchhaltevermögen mitbringen müssten.

Infos: SOS-Kinderdorf Niederrhein, Susann Kersten; 02821 7507-82; FachWerk.KreisWesel gGmbH, Beate Schnitzler, 02841 98 133 04.

Quelle: RP
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