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Moers
Besinnung zur Wochenmitte

Moers. Ihr Vorbild, sagt Andrea Kröger, hauptamtliche pädagogische Mitarbeiterin im Kirchenkreis Moers, sei eine "Kirche der Stille", die sie aus ihrer Zeit in Hamburg-Altona her kenne, wo sie eine Zeit lang gelebt habe. Von Olaf Reifegerste

Zusammen mit vier weiteren Mitstreitern aus dem Moerser Kirchenkreis hat sie in der renovierten evangelischen Stadtkirche an der Klosterstraße eine besondere Veranstaltungsreihe aus der Taufe gehoben, die unter dem Titel "Besinnung in der Wochenmitte" steht und jeweils mittwochs ab 18.30 Uhr stattfindet.

Jeden zweiten Mittwoch im Monat gibt es dort seitdem für eine gute halbe Stunde einen "Abend der Stille". Vorgestern gestalteten diesen Andrea Kröger, die als Meditationsbegleiterin zugleich Mitglied im Arbeitskreis Meditation der Evangelischen Kirche im Rheinland ist, und Annedore Kremers, Sozial-Pädagogin, Diakonin und zuständig für die Fortbildung "Meditation in der Gemeinde".

Mit dabei, weil Teil des Leitungsteams, war auch Frank Kunert, ehemaliger Lehrer und seit 20 Jahren Kontemplationslehrer im Rahmen der Erwachsenenbildung Moers, der jeden ersten Mittwoch an gleicher Stelle zu einem "Friedensgebet" einlädt. Zusammen mit drei Besuchern wurde am vergangenen Mittwoch gemeinsam gebetet und meditiert, gelesen und gesungen - und vor allem zur Ruhe gekommen.

Auftakt war ein Körpergebet, dem der Vortag eines Gedichtes von Rainer Maria Rilke folgte. Nach dem gemeinsamen Singen eines Kirchenliedes, dessen Text auch an der Eingangstür der Stadtkirche zu lesen steht, gab es eine meditative "Reise nach Innen", ein erneutes Singen und ein Abschlussgebet.

Der kleine Andachtsraum gleich neben dem großen Kirchenschiff ist eine Art Kapelle und prädestiniert für diese Form derartiger Veranstaltungen: klein und intim und bestens geeignet für Stuhlkreiszusammenkünfte gleich welcher Art. Hier findet man Zeit, um zu entspannen. Hier kann man Innehalten, um neue Kraft zu schöpfen. Hier ist der Raum, um die Seele baumeln und den Sinnen, Gefühlen und Gedanken freien Lauf zu lassen.

Alles kann, muss aber nicht notwendiger Weise nur mit dem Glauben an Gott verbunden sein, betonen Kröger und Kremers aber ausdrücklich.

Quelle: RP
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