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Rheurdt
Bewaffneter Raubüberfall auf Hof in Saelhuysen

Rheurdt. Ein Landwirt aus Saelhuysen hat gestern Morgen einen dreisten Raubüberfall überstanden. Der 57-Jährige Mann wurde um 5.15 Uhr in der Früh von einem Klopfen an der Haustür geweckt. Zu dieser Zeit schliefen seine Ehefrau und seine Kinder im Haus. Der Vater ging zur Tür, öffnete sie und sah sich einem vermummten Mann gegenüber, der ihn mit einer Schusswaffe bedrohte. "Geld! Geld!", forderte er. Der 57-Jährige wich in den Hausflur zurück, und der Räuber folgte ihm ins Haus, die Waffe nach wie vor nach vorn gestreckt. Der Landwirt drückte im Versuch, sich zu wehren, seinerseits die Pistole herunter. Dabei löste sich ein Schuss, der den Landwirt leicht am Bein verletzte. Der Räuber floh.

Gestern geben der Schuss und die verwendete Waffe der Polizei Rätsel auf: Es war unklar, um was für eine Art von Pistole es sich gehandelt haben könnte. Der Schuss war nicht laut; die schlafenden Hausbewohner wurden nicht geweckt. Obwohl die Mündung der Waffe sich direkt am Bein des 57-Jährigen befand, fand sich daran zumindest scheinbar nur eine leichte Verletzung. "Es war zunächst nicht erkennbar, dass ein Projektil drin ist", erklärt Polizeisprecher Michael Ermers die Lage.

So fuhr ein herbeigerufener Rettungswagen auch wieder ab, nachdem der Landwirt versicherte, er werde problemlos später selbst zum Krankenhaus kommen, um sich genauer untersuchen zu lassen. Eine Hülse wurde am Tatort auch nicht gefunden. Erster Gedanke der Ermittler: "Es hätte zum Beispiel eine Gaspistole gewesen sein können."

Später teilte das Krankenhaus der Polizei jedoch mit, dass man in der Wunde des Mannes tatsächlich einen Fremdkörper entdeckt habe. Welcher Art dieses Projektil ist, und ob der Mann operiert werden muss oder nicht, all das war am Nachmittag noch unklar. Sicher ist nur: "Das kann keine normale Schusswaffe gewesen sein." Man müsse auf die Information warten, welcher Art die "Patrone" war, hieß es gestern Nachmittag.

Der Täter ist etwa 1,80 Meter groß und von kräftiger Statur, hat dunkle Augen, war dunkel gekleidet, hatte eine dunkle Schirmmütze auf und einen Schal ins Gesicht gezogen. Die Stimme habe "jung" geklungen, berichtet der Landwirt.

(szf)
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