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Moers
"Bewegen hilft" unterstützt "Frauen helfen Frauen"

Moers. Der Verein "Bewegen hilft" wird auch im kommenden Jahr den Moerser Verein "Frauen helfen Frauen" finanziell unterstützen. Das hat der Vorsitzende Guido Lohmann gestern in Moers erklärt. Lohmann hatte dort der Geschäftsführerin des Vereins eine Spende in Höhe von 2500 Euro überreicht. Das Geld hatte er bei seiner letztjährigen niederrheinweiten Fitness-Aktion gesammelt. Dabei waren annähernd 70 000 Euro zusammengekommen, die Lohmann an elf gemeinnützige Organisationen in acht Kommunen weiterreichte. Von Jürgen Stock

Damit könnte "Frauen helfen Frauen" bei normalem Spendeneingang im kommenden Jahr mit Zuwendungen aus der "Bewegen hilft"--Aktion in Höhe von 5000 Euro rechnen. Geld, das der Verein gut gebrauchen könnte, da die Jamaika-Koalition auf Kreisebene gegenwärtig überlegt den im vergangenen Jahr an den Verein gewährten Zuschuss in Höhe von 2500 entweder ganz zu streichen oder auf 100 Euro zu reduzieren. Lohmann betonte allerdings, dass der Verein langfristig eine kalkulierbare Finanzbasis benötige. Die Spendenzusage dürfe nicht so verstanden werden, dass die Politik damit aus der Verantwortung genommen werde: "Ich habe manchmal den Eindruck", sagte Lohmann, dass manche Politiker gar nicht wissen, welche Folgen das Streichen vergleichsweise kleiner Beträge für einen Verein wie ,Frauen helfen Frauen' haben kann."

Der Verein "Frauen helfen Frauen" leistet bereits seit 33 Jahren Beratungs- und Hilfsarbeit in erster Linie für Frauen, aber vereinzelt auch für Männer, die zum Beispiel Gewalt in einer Partnerschaft erfahren. Im vergangenen Jahr betreute der Verein 382 Frauen und führte 900 persönliche Gespräche. Hinzu kommen noch zahlreiche Telefonberatungen. Der Einzugsbereich umfasst praktisch den gesamten linksrheinischen Teil.

85 Prozent der Finanzierung übernimmt das Land. Insgesamt 22 000 Euro steuerten im vergangenen Jahr die Kommunen Moers, Rheinberg, Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn bei. Ungefähr 20 bis 25 000 Euro muss der Verein jährlich an Eigenmitteln beisteuern.

Die Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen "Häusliche Gewalt", alle Formen sexueller Gewalt sowie Partnerschaftsberatung. Im Zuge des Gewaltschutzgesetzes vermittelt auch die Kreispolizei Opfer an die Fachstelle.

Quelle: RP
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