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Moers
Bollwerk: Neue stellen sich musikalisch vor

Moers. Tossia Cormann, seit März zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im "Bollwerk 107", und Gregor Polzin, seit vergangenem Monat neuer Kulturreferent dort, haben sich am Mittwochabend fernab ihrer täglichen Arbeit mit einem Doppelkonzert dem Moerser Publikum musikalisch vorgestellt. Das "Team-Special", so wurde die Veranstaltung genannt, war durchaus gelungen, so hat man die beiden zumindest hier noch nicht erlebt. "Es kommt nicht häufig vor, abends dort Musik zu machen, wo man tagsüber arbeitet", stellten Cormann und Polzin vor ihren jeweiligen Auftritten übereinstimmend fest. Und weil der illustre Musikabend als Kneipenkonzert stattfand, wich der zunächst rege Kneipenbetrieb mit Burgern und Bier schnell einem ebensolchen Konzertreigen mit fetzigen Beats und sanften Balladen. Von Olaf Reifegerste

Zunächst betrat die Düsseldorferin Corman mit ihrem Trio die Bühne. In dieser Besetzung (Gesang, Gitarre und Schlagzeug) war es sogar eine Premiere, wie sie verriet. Die 30-Jährige hat Jazzgesang und Vokalpädagogik in Osnabrück studiert und hatte bevor sie zum "Bollwerk" kam mit ihrer Band in Amsterdam gelebt. Musikalisch ist sie nunmehr mit Pop und als Singer/Songwriter unterwegs. "Ich schreibe unendlich gerne eigene Lieder", sagt die quirlige Frontfrau, "doch wenn ein Song, so wie beispielsweise 'Thank you' von Led Zepplin daherkommt, braucht es nur einer intelligenten Interpretation. Es ist nämlich das schönste Liebeslied der Welt." Und so trug sie es auch vor: lieblich zart und berührend.

Nach neun Titeln übergab sie an ihren Kollegen Polzin. Dieser trat mit seinem Sänger und Gitarristen Tobi als Duo "The Last Few" auf. Bislang war Polzin eher in härteren Musikrichtungen zuhause, doch anscheinend hat er mit seinen neuen Akustik-Songs eine neue Liebe gefunden. Der ursprünglich aus Köln stammende Musiker, Jahrgang 1987, studierte an der Bergischen Universität Wuppertal Musikpädagogik mit Hauptfach Gitarre. Und die beherrscht er außergewöhnlich gut - wunderbar zu hören bei den vorgetragenen Eigenkompositionen "Granted" und "My Bad".

Mit "Atlanta" von den Stone Temple Pilots unterstrichen er und sein Partner die harmoniegeladene Kraft des Zusammenspiels und beendeten zugleich ihr Set, wie den (nach Wiederholung schreienden) zweistündigen Konzertabend insgesamt.

Quelle: RP
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