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Rheurdt
Bürgermeister: "Kinder müssen nicht durch den Kreis fahren"

Rheurdt. Die Gemeindeverwaltung in Rheurdt widerspricht Behauptungen, die in einem Antrag der Fraktion von Bündnis 90/Grüne geäußert worden sind. Die Grünen fordern, dass die Martinus-Grundschule offiziell in eine "Schwerpunktschule" umgewandelt wird (die RP berichtete).

Als Grund geben die Grünen in ihrem Antrag an, dass Kinder mit einem Unterstützungsbedarf bei geistiger, körperlicher und motorischer Entwicklung derzeit nach Wachtendonk fahren müssen, weil dort die nächste Schwerpunktschule sei. Es könne nicht im Sinne der Inklusion sein, "dass Rheurdter Kinder mit speziellem Unterstützungsbedarf durch das Kreisgebiet gefahren werden müssen", heißt es in dem Antrag.

Im Rheurdter Rathaus hat der RP-Artikel über den Grünen-Vorstoß für Befremden gesorgt. Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen erklärt, es könne keine Rede davon sein, dass Rheurdter Kinder "durch das Kreisgebiet gefahren" werden müssen, weil sie an der Martinusschule nicht angenommen würden.

In Absprache mit der Schulleitung und der Schulaufsicht des Kreises Kleve hat die Gemeinde eine Pressemitteilung herausgegeben, in der es heißt: "Entgegen der Darstellung der Grünen ist die Martinusschule Rheurdt seit Schuljahresbeginn 2014/2015 ,Schule des Gemeinsamen Lernens' und muss Kinder jeglichen Förderbedarfes aufnehmen, da diese Schule die einzige in der Gemeinde ist. Eine Unterstützung durch eine Sonderpädagogin ist gewährleistet. Das bedeutet, dass kein Kind abgewiesen werden darf, wenn sich die Eltern für die Aufnahme an einer Regelschule entscheiden. Damit wird klargestellt, dass kein Kind an eine andere Schule innerhalb des Kreises Kleve transportiert werden muss." Die Darstellung der Grünen sei "schlichtweg falsch".

Die Gemeinde teilt zudem mit, dass der Schulbetrieb der Grundschule, die nach den Herbstferien in die Gebäude der ehemaligen Hauptschule am Meistersweg umziehen wird, könne dort in den inklusiongerecht umgebauten Gebäuden und Räumen für alle Kinder mit jedwedem Unterstützungsbedarf gewährleistet werden. Betroffene Eltern könnten ihr Kinder in der Gemeinde einschulen lassen.

Am neuen Standort am Meistersweg werden die bisherigen Schulstandorte Rheurdt und Schaephuysen zusammengeführt.

(s-g)
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