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Moers
Bunter Tisch plant eine Flüchtlingskonferenz für Meerbeck

Moers. Der Bunte Tisch Moers plant so bald wie möglich eine Flüchtlingskonferenz für die Bürger von Meerbeck Ost. Anlass ist die Berichterstattung über die Gründung einer Bürgerinitiative, die sich dagegen wehrt, dass 250 Flüchtlinge in die leerstehende Germdendockschule einziehen sollen. Die Proteste hatten dazu geführt, dass den Anwohnern unterstellt wurde, sie würden nach dem Muster eines rechtsradikalen Organisationsplans operieren. Daniel Jänecke, einer der Bedenkenträger gegen die Bürgerinitiative, wies die Verantwortung dafür, dass der Eindruck entstanden sei, der Bürgerinitiative selbst zu. Unter Bezugnahme auf unsere Berichterstattung schreibt er: "Warum der Artikel die Entwicklung darstellt, als wenn die Bürgerinitiative mehr oder weniger unverschuldet von uns in eine fremden-/flüchtlingsfeindlich Ecke gedrängt wurde, ist für mich nicht nachvollziehbar. Ich würde nicht so weit gehen wie der im Artikel erwähnte Herr Göke, aber es bedarf nun wirklich keiner Bösartigkeit oder Voreingenommenheit, um ein Muster im geschilderten Auftreten zu erkennen." Von Jürgen Stock

Die drei Wortführer der Initiative, Jochen Fier, Sabine May und Christian Busch beteuern, dass ihre Initiative die geplante Unterkunft nicht verhindern, aber Einfluss auf die Größe der Einrichtung und das Betreuungskonzept nehmen will. In einem Schreiben, das unserer Zeitung vorliegt, heißt es: "Wir fürchten, dass eine Zahl von 250 Flüchtlingen unser Wohngebiet überfordert angesichts der bisher völlig unzureichenden Aussagen der Stadt zum Thema Betreuung und Integration. Die bislang gut funktionierende Unterkunft an der Rathausallee mit 80 Flüchtlingen könnte eine mögliche Richtschnur sein." Der Stadt warfen die Unterzeichner vor, sie im Vorfeld nicht ausreichend informiert zu haben. Aus Sicht der Bürgerinitiative bestehe die Gefahr, dass aufgrund der baulichen Gegebenheiten Anwohner unter dem Lärm der derzeit noch vom TÜV Nord genutzten Einrichtung litten.

Inzwischen habe SPD-Ratsfrau Anja Reutlinger darüber informiert, dass an einem Netzwerk von Ehrenamtlern für die Schule in der Taubenstraße gearbeitet werde. Auch ein Sicherheitskonzept wird angedacht.

Nach eigener Aussage haben sich bei der Bürgerinitiative bislang 250 Anwohner gemeldet: Heute will sich im Rathaus der Verwaltungsvorstand mit dem Thema befassen.

Quelle: RP
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