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Moers
Caritas richtet Quartiersbüro ein

Moers: Caritas richtet Quartiersbüro ein
Ricardo Ophoven mit (von links) Hans-Peter Niedzwietz, Ibrahim Yetim, Pfarrer Heinrich Bösing, Henric Peters und Dirk Ulrich vor dem neuen Büro. FOTO: crei
Moers. Die neue Quartiersmanagerin an der Schillerstraße in Eick-Ost will das Zusammenleben im Viertel stärken. Von Ulrike Rauhut

Ein Viertel, in dem sich alle wohlfühlen können - auch und gerade ältere Menschen, die weniger mobil sind: Das ist das Ziel des zweiten Moerser Quartiersbüros für Senioren, das der Caritas-Verband gestern im Stadtteil Eick-Ost eröffnet hat. An der Schillerstraße 43b ist die Sozialpädagogin Ricarda Ophoven als Quartiersentwicklerin für alle Anwohner ansprechbar. Gleichzeitig hat sie die Aufgabe, die Angebote der örtlichen Vereine und Initiativen zu koordinieren. Dazu gehören beipielsweise der TV Utfort Eick, der Verein für Brauchtums- und Ortsteilspflege, der Förderverein der Grundschule, der Martinsverein und die Sozialstationen der Caritas. In naher Zukunft ist eine Konferenz mit allen Akteuren im Stadtteil geplant.

"Ich möchte gerne Brücken bauen", sagt Ricarda Ophoven, die bereits seit drei Wochen vor Ort ist, um Kontakte zu knüpfen und ihr Beratungsangebot vorzustellen. "Ich wünsche mir, dass auch die Menschen zu mir und zueinander finden, die ungern ihre vier Wände verlassen." Bereits jetzt ist das Quartiersbüro gut angenommen worden. Ophoven konnte beispielsweise bei Behördengängen helfen und einer Dame den Kontakt zu einer Trauergruppe vermitteln. Im Gespräch mit engagierten Bürgern versucht sie, ehrenamtliche Tätigkeiten zu bündeln und Kontakte zwischen Jung und Alt anzubahnen.

"Der Caritasverband setzt sich seit vielen Jahren für Senioren und pflegebedürftige Menschen im eigenen häuslichen Umfeld ein. Mit der Quartiersarbeit möchten wir dazu beitragen, Quartiere und Stadtteile altengerecht weiterzuentwickeln und Nachbarschaften vor Ort zu stärken und zu fördern", sagt Dirk Ulrich, Fachdienstleiter bei der Caritas. Dazu habe es im Vorfeld ein aufwendiges Verfahren zur Sozialraumanalyse und Bedarfsermittlung gegeben. "Durch die Insellage fühlten sich die Menschen in Eick-Ost vom Rest der Stadt isoliert und wünschten sich mehr Hilfe- und Begegnungsangebote. Zudem sind hier 27 Prozent der Menschen über 65 Jahre alt", erklärt Ulrich. Zum Vergleich: In Meerbeck sind es nur 17 Prozent.

"Wir sind froh, dass das Projekt für fünf Jahre gesichert ist. Möglich wurde es durch die Stiftung "Deutsches Hilfswerk", die mit der Deutschen Fernsehlotterie verbunden ist", sagt Caritas-Geschäftsführer Henric Peeters. Das erste Quartiersbüro in Rheinkamp wurde als Modellprojekt des Landes und entsprechenden Fördermitteln bereits im Februar eröffnet und ist für die Stadtteile Rheinkamp-Mitte, Eick-West und Utfort zuständig. Hier wurden bereits vielversprechende Initiativen auf den Weg gebracht. Auch aus den guten Erfahrungen in Kamp-Lintfort kann gelernt werden.

Nun haben die Menschen auf der anderen Seite der Rheinberger Straße ihr eigenes Quartiersbüro. In Eick-Ost ist unter anderem geplant, in den Räumen der Sozialstation ein Demenz-Café einzurichten. Ricarda Ophoven hat ihre feste Sprechstunde mittwochs zwischen 14 und 16 Uhr. Daneben ist sie aber immer wieder an der Schillerstraße präsent. "Der Hunde-Wassernapf vor der Türe ist das Signal, dass ich da bin und die Türe offensteht", sagt Ricarda Ophoven. Telefonisch ist sie unter 02841 8880830 erreichbar.

Bei einer kleinen Feierstunde wurde das Büro gestern durch Pfarrer Heinrich Bösing eingesegnet. Als Vertreter der Stadt wünschte der stellvertretende Bürgermeister Ibrahim Yetim dem Projekt alles Gute.

Quelle: RP
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