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Moers
CDU gegen Gebietsabtretung an Duisburg

Moers: CDU gegen Gebietsabtretung an Duisburg
FOTO: CDU
Moers. Cölve-Brücke: Während SPD Rheinhausen Forderungen bekräftigt, steuert Moerser CDU gegen. Von Jürgen Stock

In die Diskussion um die Zukunft der wegen Baufälligkeit gesperrten Cölve-Brücke von Schwafheim nach Rheinhausen hat sich jetzt der Moerser CDU-Fraktionsvorsitzende Ingo Brohl eingeschaltet. "Die CDU-Fraktion lehnt eine Gebietsübertragung von Moers an Duisburg ab, wenn dadurch Wohn- und Gewerbeimmobilien und damit Moerserinnen und Moerser betroffen sind", heißt es in einer Stellungnahme, die unserer Redaktion vorliegt.

"Wir sind zwar offen für jeden kreativen Vorschlag, wie gemeinsam mit Duisburg, der Bahn, dem Land und dem Bund eine schnelle Sanierung realisiert werden kann, aber der Vorschlag der Rheinhausener Genossen ist wohl mehr dem Duisburger-Oberbürgermeisterwahlkampf geschuldet statt eine ernsthafte Lösungsoption darzustellen." Der Rheinhausener SPD-Vorsitzende Reiner Friedrich, hatte eine Gebietsabtretung vom Moers an Duisburg abgelehnt, war aber damit schon bei den Moerser Genossen auf Skepsis gestoßen.

In Brohls Stellungnahme heißt es weiter: "Moerser Bürger und Gewerbebetriebe durch die Gebietsübertragung nach Duisburg ,zwangsumzusiedeln', weil nur Duisburg allein in der Lage sei, die Sanierung voranzubringen, ist ein ziemlich wirres Argument." Unterdessen hat Friedrich seine Forderungen bekräftigt: "Die Stadt Moers/Verwaltung hält uns seit 2001 hin", schreibt er. "Schon 2005 hat die Bezirksvertretung Rheinhausen sich mit dem Thema befasst. In dieser Sitzung hat ein Vertreter der Stadt Moers versichert, dass das technische Konzept steht und der Förderantrag im Herbst 2005 gestellt wird, so dass in 2007 mit dem Bau begonnen werden kann. Diese Geschichte mit Ausreden und Gesprächen schreibt sich bis heute fort und lässt sich auch durch Pressedokumentationen belegen.

Auch vertragliche Regelungen zwischen den Städten führten bisher nicht zum Erfolg. Seit 2015 ist bekannt, das die Bahn weitergehende Forderungen hat. Jetzt haben wir die Hälfte von 2017 schon um und man weiß immer noch nicht, wie es weiter geht.

Daher ist für die betroffenen Bürger in Rheinhausen, für die diese Verkehrsverbindung so wichtig ist, die letzte Möglichkeit, zu versuchen, dass das Gebiet übertragen wird, da von Moerser Seite keine Lösung in Sicht ist. Dies hat mit Wahlkampf gar nichts zu tun, wie die Moerser CDU meint, denn es geht letztendlich auch um Menschenleben, denn diese Brücke ist ein wichtiger Teil des Rettungsweges für Rumeln und Trompet.

Dass eine Gebietsabtretung Zeit benötigt, liegt im wesentlichen am Willen der betroffenen Städte, sie dauert aber mit Sicherheit keine 15 Jahre. Wir bleiben weiter dabei, dass eine Gebietsübertragung eine mögliche Lösung wäre."

Quelle: RP
 
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