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Moers
CDU kritisiert Festival-Finanzen

Moers. "Die Patronatserklärung für das Moers-Festival wird ein Preisschild haben."

Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Ingo Brohl, hat sich skeptisch zu Überlegungen zur Rettung des Moers-Festivals geäußert. Auf Anfrage der Rheinischen Post teilte er mit, einfache Lösungen wie die Hinzuziehung eines 'starken Partners' oder die Gründung einer 'Genossenschaft' seien nicht realistisch bzw. vollkommen unzureichend: "Natürlich hat man bei der politischen Mehrheit die Motivation, die Kuh möglichst schnell und geräuschlos vom Eis zu kriegen. Verantwortliches Handeln im Sinne der Stadt und der Moerser Bürger muss aber insbesondere jetzt endlich frei von Reflexen sein und rein auf Daten, Fakten und Zahlen beruhen.

Diese liegen aber bislang den Ratsmitgliedern nicht vor. Ich bezweifle, dass irgendjemand aus dem Mehrheitsbündnis privat eine Patronatserklärung in einem solch frühen Stadium schon als richtige Lösung bezeichnen, geschweige denn eingehen würde. Zudem wird die Patronatserklärung ein Preisschild haben. Diesen Preis gilt es im gesamtstädtischen Kontext abzuklopfen. Die Überschreitung der Verlustgrenzen um 420.000 Euro ist nicht einfach so hinzunehmen." Brohl verwies darauf, dass die Stadt nur beschränkt für die Verluste der Kultur GmbH haften müsse.

(ock)
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