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Kamp-Lintfort
CDU: Verwaltung bremst engagierte Vereine aus

Kamp-Lintfort. Wieder steht die Verwaltung im Visier der Christdemokraten: Es geht um das symbolische Osterfeuer, das der Festausschuss Kamp-Lintforter Karneval am Ostersamstag auf dem Prinzenplatz entzünden wollte. Wie berichtet, hatte die Verwaltung dem Festausschuss die Genehmigung für einen mobilen Getränkewagen versagt. "Es ist schade, dass Vereine, die Initiative zeigen und für eine Belebung der Innenstadt sorgen, ausgebremst werden ", sagt Simon Lisken, CDU-Vorsitzender. "Ein symbolisches Osterfeuer auf dem Prinzenplatz ist eine tolle Idee und hätte viele Menschen angezogen. Osterfeuer sind traditionelle, beliebte Veranstaltungen."

Bei der Neugestaltung des Prinzenplatzes sei von allen politischen Parteien und auch der Stadtspitze Wert darauf gelegt worden, die Innenstadt zu beleben, das heißt, Events und verschiedene kulturelle Veranstaltungen auch dort stattfinden zu lassen. "Leider sieht die Wirklichkeit anders aus. Da will ein Verein, der Festausschuss Kamp-Lintforter Karneval, ein Osterfeuer abbrennen und zur Finanzierung einen Getränkestand aufbauen. Doch dafür gibt es keine Genehmigung", so die CDU. Die Entscheidung der Verwaltung und der Stadtspitze sei nicht nachvollziehbar, betont Matthias Gütges, CDU-Fraktionsvorsitzender. Zumal in der Vergangenheit bereits viele Veranstaltungen auf dem neuen Prinzenplatz stattgefunden haben – auch mit Getränke- und Imbissstand. "Ich frage mich, warum das jetzt nicht mehr gelten soll. Das Osterfeuer zu genehmigen, aber den Getränkestand nicht, ist schon eine ausgesprochen juristische Spitzfindigkeit. Jeder weiß: Ohne einen Getränke- oder Imbissstand kann niemand eine Gegenfinanzierung von solchen Veranstaltungen gewährleisten."

Dass die CDU im August des vergangenen Jahres keine Genehmigung für eine Nutzung des Prinzenplatzes bekommen hat, sollte kein Maßstab für die Zukunft sein, meint Gütges. An diesem Beispiel zeigte sich einmal mehr: "Von Bürgerfreundlichkeit reden, ist das eine, bürgerfreundlich handeln, das andere. Die Stadtspitze hat erneut das Gegenteil bewiesen."

Quelle: RP
 
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