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Moers
Chinesische Gäste am Adolfinum

Moers: Chinesische Gäste am Adolfinum
Das traditionelle chinesische Instrumentalensemble spielt im Adolfinum die Stücke "Wilder Tanz der goldenen Schlange" und "Ballade von Chu im Frühling". Das Konzert ist Teil des kulturellen Austauschs. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Bei der Veranstaltung "Chu-Klänge" präsentierten die Studenten Musik und Tänze aus ihrer Heimat. Zwischen der Schule in Wuhan und dem Moerser Gymnasium gibt es eine Partnerschaft mit jährlichem Austausch. Von Philipp Kluge

In der Aula des Gymnasiums Adolfinum präsentierten die chinesische Studenten Tänze und Gesänge aus ihrer Heimat. Das Publikum spendete den Gäste aus Asien für ihre Darbietung großen Applaus. Auch die Chinesischlehrerin am Adolfinum, Yihu Schlossarek, war begeistert. Die Studenten kommen aus ihrer Heimatstadt Wuhan.

Seit 2012 besteht eine Partnerschaft zwischen dem Gymnasium in Moers und der Mittelschule in Wuhan. Dadurch ist auch der Schüleraustausch zwischen den beiden Schulen entstanden. "In den geraden Jahren besuchen uns die chinesischen Schüler und in den ungeraden Jahren fliegen wir zu ihnen. Also reisen wir dieses Jahr nach Wuhan", sagt Schlossarek. Im Oktober entdecken mehr als 20 Schüler die chinesische Kultur und das Leben in dem größten Fernost-Land. "Auf der Fahrt halten wir uns zwei Tage in Shanghai auf, dann geht es eine Woche zu den Gastfamilien in Wuhan und danach machen wir einen Ausflug in die Stadt Xian. Ganz besonders freue ich mich auf den Abschluss, die Reise nach Peking", erzählt Maria Vollendorf-Löcher, Koordinatorin der Fahrten und Lehrerin in Biologie und Geschichte.

Am Adolfinum werden die mitreisenden Schüler Wochen vorher auf die kulturellen Unterschiede in China vorbereitet. "Es ist ganz anders als hier. Deshalb erläutern wir es den Schülern vor der Fahrt, bevor sie dort mit der Situation überfordert sind", sagt Schlossarek. So einen Fall habe es aber noch nicht gegeben. Die Schüler aus Moers sind begeistert von der Stadt Wuhan und den Menschen, ihrer Schule und der Sprache. "Für den Niederrhein ist dieser Austausch einzigartig. Keine andere Schule bietet das im Umkreis an", sagt Vollendorf-Löcher. Der Austausch ist allerdings eine teure Angelegenheit für die Schüler und die Eltern. 1200 Euro kostet die Fahrt nach China. "Der Förderverein kann Eltern mit finanziellen Nöten unter die Arme greifen, um diese Fahrt zu ermöglichen", erklärt Vollendorf-Löcher. Das Gymnasium Adolfinum kann allein auch nicht die Kosten für den Austausch tragen. Der Mercator Schulpartnerschaftsfonds Deutschland-China steht der Moerser Schule in diesem Jahr unterstützend zur Seite.

Die chinesische Sprache können Schüler ab der zehnten Klasse am Adolfinum lernen. Ebenfalls kann es als mündliches oder schriftliches Abiturfach belegt werden. "Bereits 25 Schüler haben in diesem Fach erfolgreich ihr Abitur gemacht", erzählt Schlossarek. Sie ist die einzige Chinesischlehrerin an dem Gymnasium. "Ich bin seit 2009 hier. Dann kam auch die Idee eines Austauschs mit meiner Heimatstadt auf", sagt Schlossarek. Sie freut sich besonders über die Abiturienten, die die Sprache Chinesisch nicht aufgeben. "Viele studieren Sinologie oder üben sich weiterhin in der Sprache." E-Mails und Briefe werden zwischen den Austauschschülern noch Jahre lang verschickt. "Einige sind sehr eng befreundet und kennen sich jetzt schon seit drei Jahren", sagt Schlossarek.

Am Mittwoch konnten sich die Moerser Schüler über den Besuch aus der Partnerstadt Wuhan freuen. Sie erlebten einen aufregenden Abend mit chinesischen Instrumenten und beeindruckenden Gesangstimmen. Das Fazit aller Beteiligten: "So eine Veranstaltung gab es zum ersten Mal durch diese Kooperation. Wir hoffen, dass weitere folgen", sagt Vollendorf-Löcher.

Quelle: RP
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