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Unsere Woche
Da muss erst ein 15-Jähriger kommen und . . .

Moers. Der 15-jährige Bergbau-Fan Mika Eickmans aus Kamp-Lintfort ist trotz seines jugendlichen Alters bereits ein ausgefuchster alter Hase. Seine Idee, den 66 Meter hohen alten Förderturm von der Ex-Zeche Friedrich Heinrich zu Silvester 2018 in bunten Farben illuminieren zu wollen, fand in der Klosterstadt großen Widerhall. Zu Recht, denn damit könnte Kamp-Lintfort einen Lichtpunkt am Niederrhein setzen zu einer Zeit, in der man den Turm ohnehin erhalten wird. Norbert Ballhaus von der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition und als ehemaliger Markscheider "vom Fach" ist begeistert, Hermann Timmerhaus von der RAG Montan Immobilien hält es für eine tolle Idee. Und aus den Parteien sind nur anerkennende Worte für die Illuminations-Idee zu hören.

Doch warum muss ausgerechnet ein 15-jähriger Teenager den Verantwortlichen in Stadt, Parteien, Fördervereinen und anderen Organisationen zeigen, wo der Hammer hängt? Unkonventionelle Ideen, zumal an anderen Objekten wie der Zeche Zollverein oder Schacht IV im nachbarschaftlichen Moers bereits gut angekommen, scheinen den Verantwortlichen in Kamp-Lintfort nicht einzufallen, wenn es um den Erhalt und die Attraktivierung eines Wahrzeichens geht. Da stritt man um die Kosten des Erhalts. Zu Recht. Man traute sich aber nicht, letztlich zu entscheiden (ist das nicht eigentlich die Aufgabe von politischen Parteien auf lokaler Ebene?). Stattdessen sollten die Bürger selbst sagen, ob sie wollen. So war die Politik die Verantwortung quitt.

Mika Eickmans störte es nicht. Er machte seinen Vorschlag zum bunten Turm und fand Zustimmung. Traut euch!

Quelle: RP
 
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