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Moers
Das Boxcamp

Moers. Boxen als Sozialprojekt -diesen ungewöhnlichen Weg geht in Moers die Freddy-Fischer-Stiftung. Gestern ist die zweite Auflage des Projektes erfolgreich zu Ende gegangen.

Welch ein Gewusel in der Turnhalle der Emanuel-Felke-Schule in Repelen. 25 Knirpse in schwarzen T-Shirts sind ziemlich aufgeregt. Und dann ist es plötzlich ganz still. Der Trainer spricht - und Frank Otto ist schon eine Erscheinung, erst Recht aus der Perspektive eines Zehnjährigen. Das zweite Moerser Ferien-Boxcamp ist gestern zu Ende gegangen. Diesmal waren es jüngere Kinder von der Jugendeinrichtung ReKi und dem Sozialraumprojekt NaNo in Repelen, die drei Tage lang lernen konnten, was den Boxsport ausmacht. Disziplin, Respekt, aber auch Spaß. Wieder waren es die Freddy-Fischer-Stiftung und der Verein Klartext für Kinder, die dieses Projekt in Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Moers und dem ABC Rheinkamp möglich machten.

Die Förderung des Boxsports soll in Moers institutionalisiert werden - mit Bürgermeister Christoph Fleischhauer hat ein prominenter Moerser die Schirmherrschaft übernommen. Vor Ort freute sich in den vergangenen Tagen die Pädagogin Isabelle Wagner, die mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den Jugendeinrichtungen gespannt beobachtet hat, wie "ihre Kinder" das neue Angebot aufnehmen und verpacken würden. Auch körperlich. "Boxtraining ist ja ganz schön anstrengend, aber für unsere Kids auch wahnsinnig interessant. Wir alle sind neugierig, das Projekt ist super organisiert." ABC-Chef Roman Morawiec sagt: "Wir haben viel Erfahrung mit jüngeren Sportlern und werden die Intensität dosieren. Unsere Trainer haben das im Blick. Wir sind froh, ein solches Projekt mittragen zu können, die ganze Kooperation ist besonders."

Katja Diemer von der Freddy-Fischer-Stiftung ist überzeugt: "So wie hier in Moers alle an einem Strang ziehen, das ist schon außergewöhnlich. Vor allem sind alle mit viel Euphorie am Start, das wird sich bezahlt machen." Das glaubt auch Ursula Elsenbruch vom Verein "Klartext für Kinder - Aktiv gegen Kinderarmut": "Wie schnell sich gute Angebote etablieren, zeigen unsere Fußballcamps in Moers und Kamp-Lintfort. Dort warten Kinder und Eltern schon Wochen vor den Ferien, fragen nach. So soll es auch mit den Boxprojekten werden." Sie lobt auch das städtische Jugendamt, dessen Teams flexibel seien.

Gemeinsam haben die Kooperationspartner einen sozialen Boxclub gestartet, bei dem jugendliche Boxsport-Interessierte in derselben Halle jeden Dienstagabend ab 17.30 Uhr unangemeldet und beitragsfrei zum Training kommen können, die Ausrüstung wird gestellt. Zudem läuft unter info@freddyfischer-Stiftung.de und info@klartext-für-Kinder.de noch bis Ende Oktober die Anmeldung für kostenlose Führungen von Kinder und Jugendlichen am Rande der Deutschen U21-Box-Meisterschaften im Enni-Sportpark vom 2. bis 5. November.

Quelle: RP
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