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Moers
Das mittelalterliche Leben im Moerser Musenhof erkunden

Moers: Das mittelalterliche Leben im Moerser Musenhof erkunden
In dieser Woche stehen die Elemente Wasser und Feuer im Mittelpunkt. Gestern wurde den Kindern erklärt, wie ein Brunnen funktioniert. FOTO: Klaus Dieker
Moers. In den kommenden drei Wochen haben Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren im Grafschafter Musenhof wieder die Gelegenheit, in die Lebensgewohnheiten des Mittelalters einzutauchen. Denn gestern hat das alljährliche Ferienprogramm der mittelalterlichen Spiel- und Lernstadt begonnen.

Der neunjährige Finn hat sich gestern Morgen bereits nach kurzer Zeit eingelebt. In einem mittelalterlichen Kostüm, das den Kindern vom Musenhof zur Verfügung gestellt wird, tobt er durch die Spiel- und Lernstadt. "Ich war schon lange nicht mehr hier, daher wollte ich unbedingt beim Ferienprogramm mitmachen. Außerdem lernt man hier viel über das Mittelalter", erzählt er.

Das diesjährige Programm orientiert sich an den vier Elementen Wasser, Feuer, Erde, Luft. Daher wird den Kindern unter Aufsicht der Museumspädagogen gezeigt, wie die Menschen im Mittelalter die vier Elemente für sich genutzt und mit ihnen gelebt haben. "In der ersten Woche geht es um Wasser und Feuer. Die Kinder werden erforschen, wie ein Brunnen funktioniert, wie ein mittelalterlicher Waschtag aussah und wie man Brände löschte. Zusätzlich werden wir aus Leder eigene Eimer bauen", erklärt Alexander Borchard, der Leiter der Ferienmaßnahme.

In der zweiten Woche werden Borchard und sein Team den Teilnehmern beibringen, wie damals ein Feld angelegt und bewirtschaftet wurde. Darüber hinaus werde nach Ton gegraben und Farben aus Erdreich hergestellt. Die dritte Woche steht dann ganz im Zeichen des Elements Luft. Wie sind die Moerser im Mittelalter mit dem Wetter umgegangen und haben den Wind für sich genutzt? Wie haben sie sich vor Kälte und Regen geschützt.

Die Betreuung ist jeweils von Montag bis Freitag von 10 bis 13 oder 15 bis 18 Uhr möglich. "Aufgrund des großen Ansturms kann jedes Kind allerdings nur jeweils einmal pro Tag kommen", berichtet Borchard. Da man maximal zwischen 20 und 30 Kindern auf einmal betreuen könne, sei diese Einschränkung notwendig geworden. Die Teilnahme ist für alle Kinder allerdings kostenlos.

(p-m)
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