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Moers
Das sind die Kandidaten - Stefan Rouenhoff (CDU)

Moers. Wie sich politische Arbeit von der Verwaltungsseite her anfühlt, weiß er bestens. Und wie es ist, in der Kommunalpolitik mitzumischen - daran kann er sich zumindest erinnern.

Was Stefan Rouenhoff jetzt anstrebt, ist etwas ganz anderes: Der 38-jährige Gocher möchte als Abgeordneter der CDU in den Bundestag einziehen. Damit dies gelingt, muss er die erfahrene SPD-Kontrahentin Barbara Hendricks besiegen. Während die Bundesumweltministerin über die Landesliste abgesichert ist, kann Rouenhoff nur auf ein Direktmandat setzen. Dafür putzt er jetzt in seinem Wahlkreis Klinken. Von seinem Arbeitsplatz ist er freigestellt. "Sollte ich nicht gewählt werden, muss ich am Tag danach zurück an meinen Schreibtisch", sagt der Gocher. Vom Wirtschaftsministerium ist der Bundesbeamte als Handelsattaché nach Brüssel abgeordnet. Ein attraktiver Job in einer tollen Stadt. Aber etwas fehlt: "Ich möchte selbst gestalten, Themen setzen, Entscheidungen treffen. Als Teil der Administration führt man eher aus, was andere geplant haben." Wenn sich Rouenhoff an seine Jahre im Gocher Stadtrat erinnert oder wie es war, als Junge Union für ein Jugendheim zu kämpfen - das ist direkte Politik. Wenn das Wahlergebnis stimmt, möchte er Goch und dem Kreis Kleve bei ihrer weiteren Entwicklung helfen. Und dabei zwischen Berlin und dem Niederrhein pendeln. Rouenhoff wuchs als jüngster von drei Söhnen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb auf und machte nach dem Abitur zunächst eine Bauzeichner-Lehre. Aber die Gespräche im Elternhaus und in der Schule, später mit den JU-Kollegen, setzten ihn auf eine andere Spur. Er nahm das Studium der Politikwissenschaft und Volkswirtschaft auf, ging ins Ausland, machte Praktika - und erreichte 2010 die erste wohlklingende Position: Referent im Bundeswirtschaftsministerium. Auch heute noch sind Handels- und Mittelstandspolitik seine Themen. Doch Stefan Rouenhoff versichert, sich auch für andere Themen zu interessieren und einsetzen zu wollen: für ethische Fragen, für Familienpolitik, für die bessere Integration (anerkannter) Flüchtlinge, für eine handlungsfähige Polizei, für ein stabiles Europa, für die Stärkung des ländlichen Raums. Mit Blick auf den 24. September setzt Rouenhoff, den es vor der AfD und ihren Parolen graut, natürlich auf einen Sieg seiner Partei und ergänzenden Stimmen der FDP. Die Große Koalition habe "die Ränder stark werden lassen". Der 38-Jährige polarisiere ungern, nennt sich pragmatisch. "Um etwas für die Menschen tun zu wollen, muss man nicht bei der SPD sein."

Stefan Rouenhoff ist 38 Jahre alt +++ geboren in Goch +++ gelernter Bauzeichner, studierter Volkswirtschaftler+++ CDU-Mitglied seit 1998 +++ eine Ratsperiode Stadtratsmitglied +++ heute Stadtverbandsvorsitzender der CDU in Goch.

Quelle: RP
 
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