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Moers
Der Winter kommt aus dem Hinterhalt

Moers: Der Winter kommt aus dem Hinterhalt
Willibald Hrach von der Straßenreinigung der Enni befüllt einen Streuwagen mit Salz. FOTO: Enni
Moers. Die Temperaturen sinken, Schnee und Glätte drohen. Wer aber nicht vor seinem eigenen Haus ausrutschen möchte, sollte sich besser rechtzeitig um Streugut kümmern. Die Enni ist bereits zur ersten Streufahrt ausgerückt. Von Julia Schüßler

Mit Weihnachten steht auch immer der Winter vor der Tür. Für manche scheint letzterer genauso überraschend zu kommen wie die Feierlichkeit zur Geburt Christi, und dann müssen nicht nur Geschenke, sondern auch Streusalz eingekauft und Winterreifen aufgezogen werden. Die Enni hat jetzt die Wintersaison eröffnet. Wer also noch nicht vorgesorgt hat, sollte sich beeilen.

Bereits in der Nacht zu Mittwoch sanken die Temperaturen gegen null, und die Straßen wurden teilweise glatt. "Wir mussten um 5 Uhr ausrücken und an Stellen streuen, an denen es schnell friert", sagt Holger Kleinekort, Pressesprecher der Enni. Brücken und Unterführungen werden relativ schnell zu Gefahrenquellen. Gegen 8 Uhr stiegen die Temperaturen wieder an, und der Einsatz konnte beendet werden. Allerdings werden in den kommenden Nächten erneut Tiefstwerte erwartet. "Wir sind mit bis zu 60 Kollegen bereit", sagt Kleinekort.

Dafür hat die Enni nicht nur ausreichend Mitarbeiter im Bereitschaftsdienst und Abläufe einstudiert, sondern auch etwa 1000 Tonnen Streusalz gelagert. "Dabei befreien wir zunächst Hauptverkehrsstraßen und deren Radwege sowie Schulbuslinien von Schnee und Eis. Bei einem solchen Einsatz streuen wir rund 20 Tonnen Salz", sagt Ulrich Kempken, Abteilungsleiter der Straßenreinigung der Enni.

Insgesamt scheinen Unternehmen wie die Enni also gut vorbereitet. "Seit Donnerstag ist festzustellen, dass unsere gewerblichen Kunden bereits aufrüsten", sagt auch Dirk Scholtheis vom Raiffeisenmarkt Niep in Schwafheim. Das sei bei Privatleuten allerdings nicht der Fall: "Wir sind bei den Privatkunden leider noch nicht angekommen." Problematisch sei es, dass Bürger häufig erst in den Fachhandel gehen, wenn es bereits gefriere. "Dann kommen alle geballt, und wir kommen mit der Salzlieferung nicht hinterher", sagt Scholtheis.

Noch haben sie aber genug von dem kostbaren Gut auf Lager. Dennoch seien insbesondere Hauseigentümer dazu verpflichtet, rechtzeitig für sichere Gehwege zu sorgen: "Jedes Haus hat einen Heizungskeller, in dem man Streugut lagern problemlos kann", sagt Dirk Scholtheis.

Das ist sogar gesetzlich in der Straßenreinigungssatzung der Stadt Moers festgehalten. Demnach müssen die Eigentümer beispielsweise dafür sorgen, dass Gehwege wochentags bis 7 Uhr und an Sonn-und Feiertagen bis 8 Uhr von Schnee und Eis befreit sind. Und dazu darf man gar kein Streusalz verwenden, sondern nur "abstumpfende" und "auftauende" Stoffe. "So genannte abstumpfende Mittel, wie etwa Sand, reichen meist auch aus und sind oftmals sogar besser geeignet", sagt Ulrich Kempken.

Das weiß aber auch Dirk Scholtheis und hat eine Alternative auf Lager: "Wir haben die sogenannte Glatteisbremse. Sieht aus wie Katzenstreu und ist biologisch abbaubar." Besonderer Vorteil sei hier, dass es nicht schädlich für Tiere und Pflanzen sei. "Wenn Schnee liegt, fangen Hunde oft an zu heulen. Das aber nicht vor Freude über den Schnee, sondern weil sie sich die Pfoten verbrennen", sagt Scholtheis. Die Gefahr bestünde bei der biologischen Variante nicht.

Beim Bestreuen der Einfahrt solle man auch an die Pflanzen im Vorgarten denken: "Läuft das Salz in die Pflanzen, macht sich das im nächsten Frühjahr bemerkbar", sagt Dirk Scholtheis.

Weitere Informationen zum Winterdienst erhalten Interessierte unter www.enni.de

Quelle: RP
 
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