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Moers
Die Geschichte der Neustadt

Moers: Die Geschichte der Neustadt
Auch der Abriss des Meerturms, umgangssprachlich auch Mattorn genannt, ist ein Thema im Buch von Henning Rahn und Udo Pieper. Auch der Abriss des Meerturms, umgangssprachlich auch Mattorn genannt, ist ein Thema im Buch von Henning Rahn und Udo Pieper. Auch der Abriss des Meerturms, umgangssprachlich auch Mattorn genannt, ist ein Thema im Buch von Henning Rahn und Udo Pieper. FOTO: kdi
Moers. Die Grafschaft Moers Geschichts-Stiftung hat einen dritten Band über die Moerser Geschichte herausgegeben: "Moers - Neustadt mit Neumarkt". Autoren sind Udo Pieper und Henning Rahn. Von Anja Katzke

Dieses Geschichtsbüchlein hat eine recht ungewöhnliche Entstehungsgeschichte: Henning Rahn hatte Kontakt mit Udo Pieper, dem Vorsitzenden der Grafschaft Moers Geschichts-Stiftung, gesucht. Er recherchierte für eine Facharbeit an seiner Schule über die städtebauliche Entwicklung des Neumarktes in Moers. Pieper, der damals Vorsitzender des Grafschafter Museums- und Geschichtsvereins war, konnte den Abiturienten mit vielen Unterlagen unterstützten. "Als die Arbeit fertig war, hat er mir ein Exemplar geschenkt", erinnert sich Udo Pieper. "Das Thema ist sehr interessant, und ich fand, dass es veröffentlicht werden sollte." Mit seinem Erscheinungsbild sei der Neumarkt stets ein Diskussionsthema für Bürgern und Stadtplaner gewesen. Viele Gestaltungspläne seien vorgelegt, diskutiert, als nicht realisierbar eingestuft, verworfen oder doch in der Gestaltung umgesetzt worden.

Udo Pieper, der selbst begeistert die Geschichte der Grafenstadt erforscht, schlug Henning Rahn eine gemeinsame Veröffentlichung vor. Ergebnis ist das gerade erschienene Buch "Moers - Neustadt mit Neumarkt". Der Herausgeber ist die Grafschaft Moers Geschichts-Stiftung. Ermöglicht wurde die Veröffentlichung durch die Sparkasse am Niederrhein sowie die Wirtschaftsförderung der Stadt Moers. Rahns Erkenntnisse über die städtebauliche Entwicklung des Neumarkts seien, so Pieper, in diesem Umfang noch nicht veröffentlicht worden.

Der Leser erfährt Wissenswertes über die Historie dieses Platzes, an dem noch um 1600 die Morse, auch Meer genannt, floss. Zwischen 1614 und 1639 sei das Meer verfüllt, 1664 dann der Stadtgraben überwölbt und eine innerstädtische Freifläche geschaffen worden. 1828 habe der Magistrat der Stadt die Erlaubnis der preußischen Regierung erhalten, auf dem Neumarkt Wochenmärkte abzuhalten. Das Büchlein beschreibt die Entwicklung des Platzes bis ins 21. Jahrhundert hinein, schildert auch die Phase der großen Stadtsanierung. So seien in den Debatten zur Stadtkernsanierung beispielsweise Überlegungen angestellt worden, am Neumarkt einen Busbahnhof für Obusse und Omnibusse anzulegen. Henning Rahn schildert darüber hinaus, wie die historisch geprägte Bebauung mehr und mehr Platz für Neues machen musste. Udo Pieper hat dem Büchlein einen historischen Abriss hinzugefügt. Er berichtet über die Germanen und Römer, über die Geschichte der Bonifatiuskirche und beschreibt den Weg von den Oraniern bis zum Fürstentum. Das Buch, das mit Schwarz-Weiß-Fotografien versehen ist, ist zu einem Preis von 4,90 Euro in beiden Moerser Buchhandlungen und bei der Graftschaft Moers Geschichts-Stiftung erhältlich.

Quelle: RP
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