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Moers
Die Städte der Grafschaft wachsen

Moers. In Moers haben im vergangenen Jahr 104.529 Menschen gelebt. Von Josef Pogorzalek

Moers wächst: Die Einwohnerzahl der Stadt ist im vergangenen Jahr auf 104.529 gestiegen. 2014 hatten in der Stadt 102.923 Menschen gelebt. Das zeigt die neue Bevölkerungsstatistik des Landesbetriebs Information und Technik NRW (IT.NRW). Der Anstieg von gut 1,5 Prozent in der Grafenstadt liegt sogar über dem Landesdurchschnitt. Nach Angaben von IT.NRW verzeichnet Nordrhein-Westfalen insgesamt den stärksten Anstieg der Einwohnerzahl seit 25 Jahren. 17,86 Millionen Menschen lebten 2015 im Land, rund 227.400 mehr als ein Jahr zuvor.

Gestiegen sind die Einwohnerzahlen im vergangenen Jahr auch in Kamp-Lintfort (von 37.118 auf 37.683), Neukirchen-Vluyn (von 26.881 auf 27.178) sowie in Rheurdt (von 6667 auf 6709). Ähnlich sieht die Situation im Kreis Wesel aus. Dort haben im vergangenen Jahr 462.664 Menschen gelebt, im Vorjahr waren es 457.244 gewesen.

Die Entwicklung der Einwohnerzahlen beruht in erster Linie darauf, dass deutlich mehr Ausländer nach NRW ziehen, als es verlassen. Auch viele Deutsche ziehen zwar in das Land, aber noch mehr ziehen fort. "Im Jahr 2015 zogen 264.787 Personen mehr nach Nordrhein-Westfalen als im selben Zeitraum das Land verließen", teilte IT.NRW mit. "Die Bilanz bei Geburten und Sterbefällen fiel hingegen negativ aus: 2015 starben mehr Menschen als geboren wurden. "Der positive Wanderungssaldo konnte allerdings das Geburtendefizit von Minus 43.886 Personen kompensieren."

Auch die Statistiken für die Grafschaft zeigen, dass per Saldo in den meisten Kommunen seit Jahren mehr Deutsche wegziehen als zuziehen, gleichzeitig mehr Ausländer kommen als gehen. Aber eben nur per Saldo. So zogen im vergangenen Jahr mehr Deutsche (3548) als Ausländer (3474) nach Moers. Allerdings zogen auch viel mehr Deutsche (3653) als Ausländer (1426) fort. Ähnlich war es per Saldo in Kamp-Lintfort (minus 31 Deutsche, plus 735 Ausländer mehr), Rheurdt (minus 16 Deutsche, plus 89 Ausländer) und im Kreis Wesel (minus 265 Deutsche, plus 7558 Ausländer). Anders stellt sich die Lage in Neukirchen-Vluyn dar. Dort liegt das Wanderungssaldo sowohl für Deutsche (2015: plus 67) als auch für Ausländer (2015: plus 382) schon seit drei Jahren im positiven Bereich.

Quelle: RP
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