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Moers
Die vier Jahreszeiten auf dem Eis

Moers. Jedes Jahr überlegt sich die Eiskunstlaufabteilung des GSC ein neues Weihnachtsmärchen: Dieses Mal reist das Schulmädchen Marie durch den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter. Von Julia Schüßler

Was ein Schulbus, ein Grashüpfer und insgesamt 144 Schüler auf dem Eis in der Enni-Eiswelt zu suchen haben, können Besucher am 9. und 10. Dezember erfahren. Um jeweils 18 und 17 Uhr präsentiert die Eiskunstlaufabteilung des GSC zum 38. Mal das Weihnachtsmärchen "Mit dem Schulbus ins Abenteuer".

Ein wenig erinnert die Geschichte an den Zauberer von Oz, aber dennoch macht das Schulmädchen Marie eine Reise, die vor ihr noch niemand unternommen hat: "Wir wollten unbedingt was mit den Jahreszeiten machen, das fehlte uns noch", sagt Beate Mühlenkamp-Themann, sportliche Leitung im Eiskunstlaufteam des GSC. Reisen durch verschiedene Länder und Welten haben sie schon häufig dargestellt, was zum Beispiel die Frühlingswelt zu bieten hat, aber nicht.

Und so startet Maries Trip in einem Schulbus, der in einen Wirbelsturm gerät und sie von der Weihnachtszeit in eine Frühlingslandschaft bringt. Gemeinsam mit ihrem neu gewonnen Freund, dem Grashüpfer, reist sie durch die Jahreszeiten. Schließlich kommt sie wieder sicher nach Hause zu ihren Eltern, gerade rechtzeitig zum Weihnachtsfest. Die Planung des Stückes begann für den GSC bereits bei wärmeren Temperaturen. Kein Wunder also, dass der Sommer bei der Planung auch als erstes szenische Bilder in den Köpfen des Teams hervorrief: "Eine Strandkulisse mit Liegestühlen, Badehandtücher und Menschen mit Sonnenbrillen", beschreibt Mühlenkamp-Themann die Vorstellungen.

Von dieser Basis ging es weiter zum Frühling, den sie mit Bienen und Blumen assoziierten, bis hin zum Winter, zu dem die Eisfläche insgesamt gut passt. "Wir müssen immer auch ein bisschen gucken, was für Kostüme wir noch haben", sagt Mühlenkamp-Themann. In 38 Jahren habe sich ein großer Fundus angesammelt, der genutzt werden soll. Bienen, Blumen und Bäume zum Beispiel seien Roben, die schon in vielen Stücken ihre Verwendung fanden. Das Spektrum reiche von den ganz Kleinen bis hin zu älteren und erfahreneren Sololäufern. "Die jüngsten Bienen und Schneeflocken sind vier Jahre alt. Die ältesten sind Mitte 20 und fühlen sich neben dem Beruf immer noch mit uns und dem Weihnachtsmärchen verbunden", sagt Mühlenlamp-Themann. Insgesamt habe das Interesse an dem Eiskunstlauf in den letzten zwei Jahren zugenommen. Durch die Schließung der Eishalle für eine Saison erlebe der Sport nun "einen sehr schönen Boom", sagt Mühlenkamp-Themann. Die Laufschulen des GSC seien voll und das Interesse in jeder Altersklasse hoch. "Irgendwie stehen die Moerser momentan auf Eiskunstlauf." Es sind noch wenige Tickets für fünf Euro in der Eissporthalle erhältlich.

Quelle: RP
 
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