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Moers
Die Zeit ist reif für die zentrale Sportanlage

Moers: Die Zeit ist reif für die zentrale Sportanlage
FOTO: Dieker Klaus
Moers. Politiker zeigen sich offen für die Umsetzung der zehn Jahre alten Idee. Auch ein neuer Kunstrasenplatz am Schulzentrum ist wieder im Gespräch. Von Josef Pogorzalek

Wenn nur das liebe Geld nicht wäre! 5,22 Millionen Euro soll die neue zentrale Sportanlage teuer sein - plus Erschließungskosten. Hinzu kommt ein neuer Kunstrasenplatz am Schulzentrum, der ebenfalls von den Sportvereinen genutzt werden soll - Kostenpunkt: 960.000 Euro. Ob und wie das gestemmt werden kann, weiß man noch nicht. Grundsätzlich haben sich die Mitglieder des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport aber offen dafür gezeigt, die Planung der neuen Sportanlagen auf den Weg zu bringen.

Martin Hiller, Geschäftsführer des Planungsbüros Geo3, stellte den Politikern eine Machbarkeitsstudie sowie die genannten Preise vor. Das Büro war beauftragt worden, die mittlerweile zehn Jahre alten Pläne für die Zentrale Sportanlage zu überarbeiten. Damals waren sie nicht nur wegen der immensen Kosten vertagt worden. Vielmehr wurde erwartet, dass sich die Fußballvereine TuS Preußen Vluyn und SV Neukirchen zu einem gemeinsamen Spielbetrieb zusammenraufen. Was damals undenkbar schien, ist mittlerweile im Jugendbereich der Vereine Wirklichkeit geworden. Und: Zum Ende 2020 wollen die Vereine fusionieren - unter der Voraussetzung, dass die Zentrale Sportanlage gebaut wird.

Geo3 hat mit Vertretern der Schulen und der Vereine die Wünsche und Bedarfe ermittelt und kam zu dem Schluss, dass drei sogenannte Großspielfelder nötig sind, um den Trainings- und Spielbetrieb zu gewährleisten. Eins dieser Felder soll als dritter Bauteil der Schulsportanlage realisiert werden. Dort sollte schon früher ein altes Rasenspielfeld umgebaut werden. Das ist jetzt nicht mehr möglich, weil ein neues Schulgebäude (der Naturwissenschaften-Trakt) einen Teil des Platzes einnimmt. So schlägt Geo3 ein neues Sportfeld östlich davon vor, entweder unmittelbar am "Nawi-Trakt" oder weiter östlich, zur Turnhalle der Gesamtschule hin. Schon im Herbst 2018 könnte der neue Sportplatz fertig sein, wenn die Planung unmittelbar aufgenommen werde, sagte Martin Hiller.

Die Planungs- und Bauzeit für die Zentrale Sportanlage mit zwei weitere Großspielfeldern und einem Funktionsgebäude mit Umkleiden werde wesentlich länger dauern, weil eventuelle der Bebauungsplan geändert werden muss. Die Zentrale Sportanlage soll östlich vom Schulzentrum liegen, jenseits einer neuen Straße, die vom Niederberg-Wohnquartier IV zur Tersteegen-Straße führen wird. Zur genauen Anordnung der Sportplätze und des Funktionsgebäudes stellte Martin Hiller mehrere mögliche Varianten vor.

Martin Hiller versicherte, dass die von ihm genannten Geldsummen im "oberen Bereich" angesiedelt seien - möglicherweise ließen sich die Projekte auch preisgünstiger umsetzen. So könne man darüber nachdenken, ob es Kunstrasenplätze sein müssten. Diese hätten allerdings gegenüber anderen Belägen den Vorteil, grundsätzlich häufiger und auch im Winter problemlos bespielt werden zu können. Allerdings ist die Haltbarkeit des Kunstrasens auf 13 bis 15 Jahre beschränkt. Eine Erneuerung koste rund 250.000 Euro, sagte Hiller.

Ob die Pläne weiterverfolgt werden, entscheidet der Rat im Juni. Ein wichtiger Aspekt wird die Finanzierung sein. "Wir werden höllisch auf das Geld achten", versprach Heiko Haaz (CDU) im Ausschuss. Es gibt die Hoffnung, die alten Sportanlagen des TuS und des SV vermarkten zu können. Eine Mitfinanzierung durch die Vereine müsse noch festgezurrt werden, sagte die Kämmerin Margit Cisielski. Geprüft wird auch noch, ob Fördertöpfe angezapft werden können.

Quelle: RP
 
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