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Rheurdt
Dieser Verein ist seit 1892 fest im Sattel

Rheurdt. Seit Generationen pflegen die Mitglieder des Reit- und Fahrvereins Rheurdt den Pferdesport. Nun feierten die Mitglieder das 125-jährige Bestehen ihrer Gemeinschaft. Das Programm des Festakts wurde humorvoll aufgelockert. Von Sabine Hannemann

Sein 125. Jubiläum hat der Reit- und Fahrverein Rheurdt (RuFV) am Wochenende begangen. Mit einem Festakt feierten die Vereinsmitglieder, Weggefährten, Reiterfreunde anderer Vereine wie auch die Politik und Bürgerschaft dieses Großereignis am Reitplatz Kirchstraße. Schon vor dem Festakt sammelten sich die Vertreter der befreundeten Vereine vor dem Zelt und sorgten mit ihren Delegationen beim Einzug für ein imposantes Bild. Das Jubiläum stellte der Festausschuss unter das Motto "Zukunft gestalten".

"125 Jahre, das ist immer eine Geschichte rund um das Pferd", sagte Vereinsvorsitzende Petra Tißen. "Wir sind einer der ältesten Vereine in Rheurdt." An entsprechend viele Geschichten und Erlebnisse erinnerte sich die Festgemeinschaft. Heike Bergner, stellvertretende Bürgermeisterin von Rheurdt, hob das soziale Engagement der Vereinsmitglieder hervor. Der Reitsport sei verbindend. "Er ist ein besonderer Sport, weil er die Beziehung zu einem Lebewesen in den Mittelpunkt stellt und für Reiterglück sorgt", so Heike Bergner. Generationen von pferdebegeisterten Menschen hätten in Rheurdt das ABC des Reitens erlernt.

Wilma Hebben vom Kreissportverband Kleve erinnerte daran, wie viel der Reit- und Fahrverein für den Pferdesport geleistet habe. Kein bloßes "Hü oder hott", sondern Verbindlichkeit, soziales Miteinander und ein enormes Maß an Engagement sei die Marschrichtung innerhalb der Vereinsreihen gewesen. Hebben erinnerte an Projekte wie die Anlage eines vorbildlichen Turnier- und Fahrplatzes. Der Erfolg des Reit- und Fahrvereins reiche weit über das Kreisgebiet hinaus. "Er ist die Verpflichtung weiterzumachen und ein Auftrag an die Zukunft", erklärte Hebben.

Lange hatte sich im Vorfeld das Jubiläumsfest-Team unter Leitung von Klaus Tißen über die Gestaltung der Festrede Gedanken gemacht und dabei eine überaus humorvolle wie informative Version gefunden. Mit Heinz Gilbers, Ernst-Willi Kuypers und Sarah Kramps-Kerkstra fand sich ein generationenübergreifende Crew, die die über 250 Gäste auf eine Zeitreise durch die Vereinsgeschichte mitnahm. Statt einer chronologischen Ereignisleiste plaudern sie munter in verteilten Rollen über die Vereinsgeschichte. Der Ehrenvorsitzende Kuypers schlüpfte in die Rolle des altgedienten Zossen Wolf, Sarah in die des jungen Pferdes Pepper, Heinz Gilbers moderierte.

Fuhr man früher im Sammeltransporter zu Turnieren, so sind es heute die komfortablen Hänger, erfuhr das Publikum. Die angesprochenen Platzverhältnisse sorgten bei den Gästen für ein Schmunzeln. Verschwanden bei manchem Turnier Ross und Reiter zum Leidwesen der Richter in einer Staubwolke, so herrschten heute optimale Turnierverhältnisse vor. Klar, dass dieser Festbeitrag ordentlichen Applaus, einen Sack Hafer und einen Eimer Wasser bekam.

Für Begeisterung sorgte auch der Beitrag des Reiternachwuchses mit seinem Showtanz. Zum Ehrenmitglied ernannt wurde der ehemalige Geschäftsführer Udo Stütz. Pastor Norbert Derrix segnete die neue Standarte nach alten Vereinsmotiven, die sich der Reit- und Fahrverein zum 125-jährigen Vereinsgeburtstag gönnte.

Quelle: RP
 
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