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Moers/Kamp-Lintfort
Drogenhändler muss dreieinhalb Jahre ins Gefängnis

Moers/Kamp-Lintfort. Zwei junge Männer aus Kamp-Lintfort sind gestern von der Auswärtigen großen Jugendkammer des Landgerichts Kleve in Moers wegen gemeinschaftlichen unerlaubten bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu zwei Jahren Jugendstrafe auf Bewährung beziehungsweise zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Für letzteren, den 21-jährigen Tobias R., hatte die Staatsanwaltschaft fünfeinhalb Jahre Haft gefordert. Mario M., auf dessen Geständnis sich die Anklage größtenteils stützt, wurde wegen Beihilfe zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Alle drei Angeklagten haben gestanden.

Sinan B. und Tobias R. hatten zwischen Dezember 2016 und ihrer Festnahme am 23. März dieses Jahres laut Anklage insgesamt ein Kilogramm Marihuana erworben und weiterverkauft. Mario M. hatte seine Kamp-Lintforter Wohnung als Lager zur Verfügung gestellt und Tobias R. dort wohnen lassen. Dafür hatte M. kleine Mengen Marihuana für den Eigenkonsum erhalten. An Geschäft und Gewinn war er unbeteiligt. Das Geschäft sei unprofessionell gewesen, sagte Sinan B.s Anwältin Fatome Zerari. Sie sprach von "stümperhafter Tatausführung". Am 23. März waren die drei Männer festgenommen worden. Der Hausbesitzer hatte Rauschgiftgeruch aus der Wohnung bemerkt. Kurz vor der Festnahme hatte Tobias R. begonnen, mit Amphetaminen zu handeln. Bei der Festnahme hatten Tobias R. ein Klappmesser und Sinan B. ein Butterfly-Messer bei sich.

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