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Moers
Duisburger Neubau soll das alte Uni-Hochhaus ersetzen

Moers: Duisburger Neubau soll das alte Uni-Hochhaus ersetzen
Der Abriss des LE-Hochhauses der Universität ist beschlossene Sache, weil sich der Sanierungs- und Modernisierungsbedarf nicht rechnet. FOTO: UDE / Klaus Lemke
Moers. Nach der Eröffnung des neuen Audimax gibt es weitere Bauvorhaben wie die neue Mensa und ein Ersatzbau für das alte LE-Gebäude. Von Peter Klucken

Großes ist auf dem Campus der Universität Duisburg geplant. Im städtischen Spezialausschuss Universität, ein Unterausschuss des Schulausschusses, deutete Uni-Rektor Ulrich Radtke bereits einige Neubauvorhaben an. Die finanzielle Größenordnung dieser Projekte kann zwar noch nicht exakt beziffert werden, doch reichen sie in einen hohen zweistelligen, vielleicht sogar dreistelligen Millionenbereich.

Auf Hochtouren laufen derzeit die Vorbereitungen für den Neubau der Zentralmensa am Duisburger Campus. Ab Ende 2019 soll sie bis zu 4000 Studierende und Hochschulbedienstete täglich versorgen. Neben einem Speisesaal im Obergeschoss mit fünf verschiedenen Speiseausgaben sowie Schnellbedienungstheken für kalte und warme Gerichte ist ein marktplatzähnlicher Bereich im Parterre geplant. Dort werden verschiedene Tellergerichte sowie Speisen zum Mitnehmen ausgegeben. Separate Kochinseln ermöglichen die Zubereitung von Speisen je nach Wunsch und Vorliebe. Das gastronomische Konzept ist breit gespannt und reagiert auf die zunehmende Internationalisierung der Universität, die vielfältige Studierendenschaft und die immer individuelleren Ernährungsgewohnheiten. Sabina de Castro, Geschäftsführerin des Studierendenwerks Essen-Duisburg: "Derzeit feilen wir noch an den technischen und gestalterischen Details. Die Kosten- und Entwurfsplanung wird aber bald abgeschlossen sein", so die Bauherrin.

Noch spektakulärer als die neue Mensa ist der bevorstehende Ersatzbau für das Büro und Seminarraumgebäude LE am Forsthausweg. Das Hochhaus stammt noch aus den Änfängen der Uni in den 1970er Jahren. Studenten der damaligen Gesamthochschule Duisburg kennen das Gebäude noch unter seinem Kürzel AVZ, was für Allgemeines Verfügungszentrum stand. Beherbergt waren darin Büros für Professoren, die Verwaltung, aber auch Seminarräume. Nicht zuletzt residierte dort im siebten Stock für viele Jahre das Uni-Rektorat. Der Bau war zwar hässlich, aber er bot von den oberen Etagen aus einen schönen Ausblick. Nicht zuletzt linderte er die chronische Platznot auf dem Uni-Campus. Der Abriss ist nun beschlossene Sache, weil sich der Sanierungs- und Modernisierungsbedarf sich nicht mehr rechne, wie Radtke erläuterte. Geplant ist, zunächst ein Parkhaus zu errichten, weil der Neubau auf einem Teil der Parkspange an der Carl-Benz-Straße entstehen soll. Das alte Hochhaus verschwindet erst, wenn alle anderen Gebäude fertig sind. Allein für dieses Neubauprojekt werden 60 Millionen Euro kalkuliert.

Erste planerische Überlegungen gibt es auch für die von der Bahn freigezogenen Flächen an der Wedau: Die Universität hat zusammen mit der Stadt und der Wohnungsbaugesellschaft Gebag eine Absichtserklärung unterschrieben. Auf der rund 30 Hektar großen Teilfläche "Wedau Nord" ist eine flexible gewerbliche und universitäre Nutzung geplant. Gegebenenfalls könnten sich dort auch zusätzliche Startup-Projekte ansiedeln. Auch wenn es noch zu früh sei für eine konkrete Standortentscheidung, böten die Gebäude eine gute Möglichkeit, "flexibel und passgenau auf die aktuellen Anforderungen" der Universität zu reagieren, findet Radtke: "Diese Option eröffnet uns einen erweiterten Radius. Akuten Raumbedarf haben wir zum Beispiel durch die zusätzlichen 21 Professuren, die wir schon bald über den Bund-Länder-Pakt bekommen werden. Mit ihnen können wir unser Profil stärken und die besten wissenschaftlichen Nachwuchskräfte an uns zu binden."

Bereits 2014 konnte das neue Hörsaalzentrum am Uni-Campus eingeweiht werden mit zwei unterschiedlich großen Vortragsräumen. Hinzu kommen noch Regie- und sonstige Nebenräume. Die beiden Gebäudeteile werden durch ein transparentes Atrium miteinander verbunden. Das extra "niedrig gelegte" Gebäude schmiegt sich nahtlos in die Landschaft ein. Der Clou: Vertikal gereihte Massivholzstäbe bestimmen die Fassadenstruktur der Hörsäle.

Quelle: RP
 
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