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Moers
Edeka Utfort: Politik begrüßt neue Planung

Moers. Der neue Entwurf für das Nahversorgungszentrum Utfort stieß bei den Fraktionen im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Umwelt gestern überwiegend auf Zustimmung. Im Planungsausschuss wurden aber auch Sorgen über eine große Grünflächenversiegelung laut. Von Josef Pogorzalek

 Das Konzept sei verbessert worden, fanden die Politiker, die dennoch Kritikpunkte fanden und weitere Verbesserungen anmahnten. Wie berichtet, hat Edeka gegenüber dem ersten Entwurf die Form des geplanten Büro- und Verwaltungstrakts verändert und auf ein früher südlich davon geplantes Parkhaus verzichtet. Allerdings soll nun ein anderes Parkhaus im hinteren Bereich des Nahversorgungszentrums erheblich größer werden. Es wird über eine Zufahrt gegenüber der Jockenstraße erreichbar sein. Da im nördlichen Bereich des Areals eine Lieferzufahrt geplant ist, wurde die Befürchtung laut, das eine "Umfahrung" des Nahversorgungszentrums möglich wird. Dies müsse verhindert werden, sagte Mark Rosendahl (SPD). Auch Christopher Schmidke (Grüne) betonte, dass es zu keiner "Rennstrecke" kommen dürfe. Schmidtke äußerte zudem den Wunsch nach "mehr Qualität" bei der Gestaltung des Kundenparkplatzes. Irritiert zeigte sich Schmidtke darüber, dass die neue Planung eine erhebliche Einschränkung des Grünzugs hinter dem Einkaufszentrum bedeute, auf den ursprünglich viel Wert gelegt worden sei.

Gabriele Kaenders (Linke) kritisierte eine "enorme Versiegelung" von Flächen. Darauf hatte vor der Sitzung auch Karin Walter, Sprecherin einer Anwohnerinitiative, hingewiesen. Die frühere Planung habe insgesamt 13.050 Quadratmeter Nutz- und Verkaufsflächen vorgesehen, die aktuelle 16.120 Quadratmeter. Die Fläche der Büros und Schulungsräume sei ebenfalls größer geworden.

Martin Dabrock vom Fachbereich Stadtentwicklung berichtete über ein Gespräch mit Vertretern des Landesbetriebs Straßen, Thema: die Verkehrslenkung auf der Rheinberger Straße. Der Landesbetrieb habe die Meinung eines Verkehrsgutachtens geteilt, dass drei Zufahrten auf das Edeka-Gelände sinnvoll seien: eine nördliche Lieferzufahrt, eine Parkplatzzufahrt gegenüber der Kampstraße und die südliche Parkhauszufahrt gegenüber der Jockenstraße.

Peter Meis, Edeka Rhein-Ruhr, sagte, dass das Unternehmen Lösungen finden werde, um eine Umfahrung des Geländes zu verhindern. "Eine Rennstrecke liegt nicht in unserem Interesse." Er versicherte, dass Edeka die Bodenversiegelung so gering wie möglich halten wolle. Man denke auch über eine Dachbegrünung sowie über Möglichkeiten des ökologischen Bauens nach.

Der Zeitplan sei etwas in Verzug geraten, sagte Meis. Das frühere Ziel, das Nahversorgungszentrum Weihnachten 2018 zu eröffnen, sei aus jetziger Sicht unrealistisch. Er gehe davon aus, Edeka Mitte 2017 stellen werde. "Wenn alles gut läuft, sind wir 2019 drin."

Quelle: RP
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