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Moers
Eichendorfschüler lernen Trapez-Akrobatik

Moers. Zirkuswoche an der Grundschule. Am Wochenende zeigen die Kinder Vorstellungen in der Manege. Von Peter Gottschlich

In der Aula üben die einen Kinder, mit Bällen, Tellern und Bändern zu jonglieren. In der Turnhalle bilden andere mit Körpern akrobatisch berühmte Gebäude nach, zum Beispiel die Cheopspyramide oder das Brandenburger Tor. In einer Klasse probieren wieder andere Kinder sich als Clowns. So fiebern alle 300 Kinder der Eichendorffschule dem Freitag und dem Samstag entgegen, wenn sie im rotblauen Zirkuszelt an der Hattropstraße zeigen können, was sie in der Zirkuswoche gelernt haben. "Sie sind schon ganz aufgeregt", erzählt Luftseilakrobatin Janina Koplin vom "Circus ohne Grenzen". "Sie haben Mama und Papa, Oma und Opa eingeladen. Die sollen dabei sein, wenn sie in der Manege stehen."

Seit 2007 organisiert die Schule am Meerbecker Planetenviertel alle vier Jahre eine Zirkuswoche. "Die Kinder haben einen Erst- und einen Zweitwunsch, was sie alles werden wollen", berichtet Schulleiterin Ute Kampow. "Sie können sich in Akrobaten, Clowns, Diabolospieler, Fakire, Jongleure, Seiltänzer, Trampolinspringer und Zauberer verwandeln."

Am Montag, dem ersten Tag der Zirkuswoche, sind sie Zuschauer, wenn sie im Zirkuszelt verflogen, welche Kunststücke Lehrer und Eltern eingeübt haben, um die verschiedenen Kunstarten der Manege vorzustellen.

Am Dienstag und am Mittwoch üben sie ihre Rollen ein, von denen die meisten zwei unterschiedliche annehmen. "Die Kinder arbeiten klassenübergreifend", berichtet die Schulleiterin, welche Lernziele hinter der Zirkuswoche stecken, die die jungen Künstler spielerisch und unbemerkt erreichen. "Sie entwickeln Teamfähigkeit. Sie lernen, auf die anderen Acht zu geben. Und sie entdecken an sich neue Stärken."

Außerdem lernen sie, sich vor Zuschauern zu präsentieren und Lampenfieber abzubauen, am Donnerstag bei der Generalprobe vor ihren Lehrern und Mitschülern, am Freitag und Samstag vor ihren Eltern, Großeltern und anderen Gästen. "Das Schönste für sie ist, wenn sie zur Abschlussmusik in der Manege stehen und mit Applaus belohnt werden", erzählt Jongleur Alexander Koplin vom "Circus ohne Grenzen", der genau vor einem Jahr an der Ernst-Reuter-Schule in Kamp-Lintfort ein Zelt für eine Zirkuswoche aufbaute.

Diesmal dürfte es mehr Applaus sein als bei der zweiten Zirkuswoche der Eichendorffschule vor vier Jahren, weil das Zelt mit 600 Plätzen doppelt so groß ist. "Rund 450 Karten sind pro Aufführung verkauft", berichtet Janina Koplin. "Es gibt fünf Aufführungen. Sie dauern jeweils zwei Stunden." Schließlich können die Zuschauer nicht nur die Eichendorffschüler in der Manege bewundern, sondern auch Janina und Alexander Koplin sowie andere professionelle Artisten.

Möglich wird die Zirkuswoche durch Sponsoren, die in einer Extraausgabe der Schülerzeitung "Eichendorff-Echo" vermerkt sind. Ferner gibt es Sponsorenläufe, eine Tombolo und Kuchenspenden, um die außergewöhnliche Woche zu finanzieren. Der Vorhang öffnet sich im Zirkuszelt an der Hattropstraße am Freitag um 10, 15 und 18 Uhr, am Samstag um 10 und 15 Uhr. Eintrittskarten kosten für Erwachsene acht Euro und für Kinder vier Euro. Sie sind im Sekretariat der Schule oder an der Tageskasse zu haben.

Quelle: RP
 
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