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Moers
Eicker Wiesen: Häuser werden für Zukunft saniert

Moers. Konzept für "generationengerechtes Wohnen". Der Wohnungsanbieter Vivawest investiert 50 Millionen Euro.

Rund 50 Millionen Euro gibt der Wohnungsanbieter Vivawest aus, um Häuser und Grünanlagen in Eicker Wiesen auf den Stand der Zeit zu bringen. Insgesamt geht es um 614 Wohnungen an der Reinhold-Büttner-, Theodor-Heuss-, Hermann-Vennemann und Gustav-Großmann-Straße. Die Häuser stammen aus den 1970-er Jahren, ein Teil ist dreigeschossig, andere sind viergeschossig, außerdem gibt es sechs- bis neungeschossige Hochhäuser.

Einige der Gebäude seien energetisch noch nicht auf den neuesten Stand der Dinge, sagte gestern Christoph Wilczok, Leiter des Vivawest-Kundencenters Moers, im Gespräch mit dem Grafschafter. Diese Häuser sollen wärmegedämmt und mit neuen Fenstern versehen werden. Außerdem wolle die Vivawest so weit wie möglich Barrierefreiheit schaffen. So gebe es in den Hochhäusern Aufzüge, diese seien bislang aber nur über den Fahrradkeller oder gar nicht barrierefrei zu erreichen. Der Einbau von Aufzügen in anderen Häuser werde derzeit noch geprüft, sagte Wilczok.

In einem Teil der Hochhäuser will die Vivawest Badezimmer unter dem Aspekt der Barrierefreiheit renovieren und dabei Badewannen durch Duschen ersetzen. Ob die Duschen komplett ebenerdig angelegt werden können, stehe nicht fest, sagte Wilczok. Möglicherweise werde eine bis zu zwei Zentimeter hohe Stufe verbleiben.

Neben den Häusern will die Vivawest die Außenanlagen in Schuss bringen. Geplant sei eine parkähnliche Gestaltung mit hoher Aufenthaltsqualität für Menschen aller Generationen. Die Arbeiten in Eicker Wiesen sollen im Frühjahr 2018 beginnen und nach derzeitiger Planung 2021 abgeschlossen sein.

Zum großen Teil handle es sich heute um Sozialwohnungen, erläuterte Christoph Wilczok weiter. Bei 148 Wohneinheiten werde dies über die Renovierung hinaus der Fall sein. Dort blieben die Mieten auf entsprechend niedrigem Niveau gedeckelt. In den anderen Wohnungen sollen die Mieten möglichst moderat steigen und im Rahmen des Mietspiegels bleiben, sagte Wilczok.

Die Arbeiten sind Teil eines Konzepts zum generationengerechten Wohnen. Gemeinsam mit anderen Wohnungsanbietern, die ähnliche Ideen entwickeln, hat die Vivawest an einem Pilotprojekt von Landesregierung, NRW-Bank, Verband der Wohnungswirtschaft und Bertelsmann-Stiftung teilgenommen.

Ziel ist es, das Leben in Eicker Wiesen für Menschen jedes Alters attraktiv zu machen, die Fluktuation im Viertel zu verringern, Netzwerke zu schaffen und Hilfsangebote zu etablieren. Dabei zieht die Vivawest an einem Strang mit der Stadt, Caritas, Awo und andern Partnern.

(pogo)
 
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