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Moers
Ein Besuch bei den kleinen Heiligen

Moers. Die Linder Sebastianus-Bruderschaft lud ein zu einer Kapellentour.

Im Rahmen einer Aktion der katholischen Kirchengemeinde St. Martinus hatte die St.-Sebastianus-Bruderschaft in Lind zu einer Kapellentour mit dem Fahrrad eingeladen. Zur Freude der Organisatoren hatte sich vor dem Pfarrheim in Schaephuysen eine große Teilnehmerschar eingefunden, die sich pünktlich an einem Samstagmorgen um 8 Uhr auf den Weg machte.

Fünf Stationen hatten sich die Ausflügler vorgenommen. An den Kapellen, Heiligenhäuschen und Wegekreuzen wurde jeweils deren Geschichte erläutert, gesungen und gebetet. Die erste Station war das Wegkreuz bei Schüren in Lind. Dort erläuterte Theo Mäschig die Bedeutung des Kreuzes als frühere Pfarrgrenze zwischen Schaephuysen und Tönisberg.

An der zweiten Station am Haus der Familie Hoesemann erläuterte Willi Hoesemann, wie es zum Bau der Marienkapelle durch seinen Vater nach dessen Eintritt in den Ruhestand im Jahr 1987 kam. Wesentlich länger steht das Hofkreuz am Hoevelshof (Beelen), das seit mehr als 200 Jahren an das Vermächtnis seines Stifters erinnert, der 1776 in seinem Testament festlegte, das Kreuz "vor dem Hof aufzustellen und ewig in Ordnung zu halten". Bei der Petruskapelle nimmt man an, dass es vor der jetzigen "Kapelle" schon einige Vorgängerbauten gab, denn in unmittelbarer Nähe standen bereits im 14. Jahrhundert zwei Höfe. Das heutige Aussehen erhielt die Kapelle im Jahre 1930 und zu einem Ehrenmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Bruderschaft Lind hergerichtet wurde.

Besonders gefreut haben dürften sich die Teilnehmer an dieser Station darüber, dass sie nicht nur die Kopie der Petrusfigur, sondern die wertvolle Figur im Original betrachten konnten, laut Gutachten eine Arbeit der Kalkarer Schnitzschule aus der Zeit um 1500.

Das letzte Wegstück führte dann zur St.-Martinus-Kapelle am Pannenbecker Weg in Tönisberg. Sie wurde im Jahre 2015 erbaut und dem Hl. Martin geweiht, nachdem die Pfarren von Rheurdt, Schaephuysen und Tönisberg zur neuen Kirchengemeinde St. Martinus vereinigt wurde.

Quelle: RP
 
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