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Moers
Ein Chirurg wird nach dem Sommer Verwaltungs-Chef im Bethanien

Moers. Der Stiftungsrat beruft mit Dr. Ralf Engels einen Management-Experten, der auch das medizinische Handwerk von der Pike auf gelernt hat. Von Jürgen Stock

Generationenwechsel im Krankenhaus Bethanien: Wie unsere Redaktion aus gut unterrichteten Kreisen erfahren hat, wird der 49 Jahre alte Ralf Engels aus Neuss Wolfgang Kupferschmidt als Krankenhausdirektor des Bethanien ablösen. Engels soll sein Amt nach den Sommerferien antreten. Das Krankenhaus Bethanien wollte zu der Personalie gestern keine Stellung nehmen. Es verwies auf die Mitteilung des Stiftungsratsvorsitzenden Otfried Kinzel, der in der vergangenen Woche einen bevorstehenden Wechsel an der Spitze der Krankenhausverwaltung angekündigt, dabei aber weder einen Namen noch einen Zeitpunkt genannt hatte.

Es wird allerdings damit gerechnet, dass Kupferschmidt, der aus Altersgründen ausscheidet, seinen Nachfolger noch über einige Monate einarbeiten wird. Der scheidende Krankenhaus-Chef muss Engels nicht nur das laufende operative Geschäft übergeben, sondern auch die zahlreichen Projekte, die sein Nachfolger in den kommenden Jahren realisieren soll. Das größte und schwierigste unter ihnen dürfte der Neubau eines Hauses mit Wahlleistungsbetten und einer eigenen Palliativstation werden. Kupferschmidt, der sich öffentlich immer zurückgehalten hat, hatte angeboten, dem Bethanien notfalls auch bis 2018 zur Verfügung zu stehen.

Mit Engels kommt ein Mann an den Niederrhein, der über eine Doppelqualifikation und Erfahrung in zahlreichen Häusern verfügt. Der gebürtige Westfale absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Groß- und Einzelhandelskaufmann, ehe er in Berlin und Bristol Medizin studierte. Nach dem Abschluss arbeitete er in der Unfall- und Allgemeinchirurgie in Berlin, Nordhorn und Borken. In Osnabrück schloss Engels ein Zweitstudium als Krankenhausbetriebswirt ab. 2009 wurde er Direktor des Johanna-Etienne-Krankenhauses in Neuss. Nach einer kurzen Zwischenstation in Wiesbaden von 2014 bis 2015 war er zuletzt in der Stabsstelle der St.-Marien-Hospitäler in Köln tätig.

Quelle: RP
 
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