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Moers
Ein dreifaches "Helau!" auf das neue Prinzenpaar

Moers. Der Kulturausschuss Grafschafter Karneval empfing Klaus und Jenny Saalfeld am Freitag in einer Asberger Gaststätte. Von Jana Marquardt

Im lilafarbenen Kleid mit hochhackigen schwarzen Schuhen und einer blonden, etwas verstrubbelten Perücke stürmt Karnevalsprinzessin Jenny I. gegen 21 Uhr die Bühne. Der große Saal der Gaststätte "Am Burgfeld" ist zu diesem Zeitpunkt mit etwa hundert fröhlichen Vorstandsmitgliedern der 24 Moerser Karnevalsvereine gefüllt, die Jenny zuprosten. Helene Fischers Stimme ertönt aus den Lautsprechern und zeitgleich beginnt Jenny ihre Lippen synchron zu den ersten Textzeilen zu bewegen.

"Wir zieh'n durch die Straßen und die Clubs dieser Stadt, das ist uns're Nacht, wie für uns beide gemacht", parodiert Jenny die Sängerin mit ihrem Playback-Gesang, während sich ihr achtköpfiger Hofstaat vom Podest erhebt und beginnt, die Gäste mit ausgelassenen Tanzbewegungen anzuheizen. Die Karnevalisten klatschen mit, manche erheben sich - der Song "Atemlos" ist wieder einmal der Stimmungsmacher. Der lustige Prinzenempfang an diesem Freitagabend ist nur der Auftrakt von mehr als 140 Veranstaltungen verschiedener Karnevalsvereine, die Jenny (33) und ihr Vater Klaus (61) von der KG Rot-Weiß Rheinhausen in der Karnevalssession 2016/17 besuchen werden. Vom vorvergangenen Samstag bis zum Aschermittwoch im Februar bleibt kaum ein Wochenende zum Verschnaufen - egal ob in Wesel, Bocholt, Bedburg-Hau oder Düsseldorf - die Jecken warten auf den Besuch des neuen Prinzenpaares.

Der zweite stellvertretende Bürgermeister und Präsident der Karnevalsfreunde Holderberg, Heinz-Gerd Hackstein zumindest bescheinigt dem Vater-Tochter-Gespann, passend für sein neues Amt zu sein. "Ihr bringt rüber, dass es von Herzen kommt", befindet der Politiker vor Publikum und ergänzt: "Bei euren Auftritten ist das ganze Publikum mitgegangen - das ist euer Erfolg!"

Nicht nur Klaus und Jenny Saalfeld, auch der Geschäftsführer des Kulturausschusses Grafschafter Karneval (KGK), Joachim Fenger, erhält an diesem Abend eine Anerkennung: Der Präsident des KGK, Hansi Kitzhofer, übergibt ihm den Verdienstorden in Silber für seine engagierte Arbeit im Verein. "Das ist eine Auszeichnung, mit der ich nicht gerechnet habe", freut sich Fenger später und weiter: "Es ist schwierig den Spagat zwischen Job, Frau, politischen Aktivitäten und Vereinsarbeit zu meistern - irgendetwas bleibt leider immer auf der Strecke. Trotzdem bin ich froh, durch den Verein so viele tolle Menschen kennengelernt zu haben." Der Orden sei eine besondere Anerkennung, die nicht jeder habe.

Ähnliche Worte richtet der stellvertretende Bürgermeister Ibrahim Yetim an den KGK: "Ihr alle habt Jobs, Familie - und haltet den Verein zusammen: Ihr macht das super."

Quelle: RP
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