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Moers
Ein neues Konzept für die Theaterhalle

Moers: Ein neues Konzept für die Theaterhalle
Bei der Vorstellung der Theaterhalle (v.l.): Guido Lohmann, Siegmund Ehrmann, Ibrahim Yetim, Rainer Michalke, Carmen Weist, Ulrich Greb, Hans-Gerd Rötters, Norbert Engels und Bodo Marciniak. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Eine Bühne mit rund 200 Quadratmetern bespielbarer Szenefläche sowie Platz für 2000 Gäste, verteilt auf Parkett und Tribüne – diese Ausmaße soll die Theaterhalle nach ihrem geplanten Umbau haben. Dieses Konzept, mit dessen Umsetzung voraussichtlich im kommenden Mai oder Juni begonnen werden soll, stellte die Moers Kultur GmbH am Montag vor. Von Cornelia Brandt

Der Architekt, Bodo Marciniak, rechnet mit einer Bauzeit von sechs bis neun Monaten, so dass die renovierte Halle rechtzeitig für das Moers Festival 2014 zur Verfügung stünde.

Das Konzept setzt auf eine vielfältige Nutzung der Halle. So sollen nicht nur das Moers Festival und das Schlosstheater die Halle nutzen, sondern auch viele andere. "Die Bühne ist verschiebbar geplant, der Innenraum wird dreifach aufgeteilt werden können, und durch eine freie Bestuhlung werden verschiedene Sitzpläne darstellbar sein. So werden Veranstaltungen für 500, 1200 oder 2000 Gäste möglich", erläuterte Festivalchef Reiner Michalke.

"Der Sportpark hat eine völlig andere Ausrichtung"

Eine Überschneidung oder Konkurrenz mit der Halle im Enni Sportpark Rheinkamp sieht Hans-Gerd Rötters, Kulturdezernent der Stadt Moers, nicht: "Der Sportpark hat eine völlig andere Ausrichtung. Hauptmieter ist dort die Stadt Moers – etwa für Schulen. Damit ist die Halle von Montagmorgen bis Freitagnachmittag ausgebucht." Zweitwichtigster Mieter sei der MSC, der die Halle für seine Bundesligaspiele nutzt. "Außerdem ist die Atmosphäre völlig unterschiedlich", so Ulrich Greb, Geschäftsführer der Moers Kultur GmbH.

Die Theaterhalle sei mehr für öffentliche und kulturelle Veranstaltungen vorgesehen. Das Kulturministerium NRW hatte Ende 2012 einen Zuschuss von 1,3 Millionen Euro für die notwendige Ertüchtigung der Theaterhalle bewilligt. Das Umbaukonzept wurde gemeinsam mit dem Architekten, den Fachdiensten der Stadtverwaltung und den Experten der Bezirksregierung erarbeitet. Die größten Punkte sind dabei die Brandschutz- und Sicherheitsvorgaben. "Es wird eine Sprinkleranlage geben und Fluchtwege, die auf bis zu 3000 Personen ausgelegt sind", sagte Marciniak. Auch der Schallschutz und die Wärmedämmung würden verbessert.

"Ohne die großzügige Hilfe des Landes wäre das Festival 2013 das letzte. Ich bin froh, dass wir darüber nicht mehr reden müssen", zeigte sich Rötters erleichtert. "Ab 2014 ist das Festival durch die neue Halle gesichert. Damit ist ein wesentlicher Schritt getan, dass das Festival eine Zukunftschance hat."

Auch Carmen Weist (SPD), Aufsichtsratsvorsitzende der Moers Kultur GmbH, zeigte sich zufrieden: "Die Halle gibt uns Sicherheit bezüglich der Infrastrukturkosten des Festivals und bietet in Zukunft die Möglichkeit, Erträge zu haben."

(RP/sgo)
 
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