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Moers
Eine Kunstausstellung an zwei Orten

Moers: Eine Kunstausstellung an zwei Orten
Katrin Roeber (links) und ihre Künstler-Kollegin Julia Steinberg besichtigen einen der Ausstellungsräume der Seewerk-Doppelausstellung. Die bunten, stilisierten Bootsszenen der Dortmunder Malerin Julia Steinberg sind in den Räumen des Werbe- und Messegestaltungsteams Tischler zu bewundern. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Sowohl in der alten Dujardin-Fabrik am Silbersee als auch auf der Kulturinsel im Moerser Schlosspark stellen mehrere Künstler ihre Werke aus. In der ehemaligen Fabrik stellen einige dort ansässige Firmen ihre Räume zur Verfügung. Von Jutta Langhoff

Zwei Orte, eine Ausstellung. Wie schon in den vergangenen Jahren findet die zwölfte Moerser "Seewerk"-Kunstaustellung wieder an zwei verschiedenen Orten statt. Während auf dem Gelände der alten Dujardin-Fabrik am Silbersee in Kapellen ab Samstag, 15. August, neun Künstler ihre Arbeiten zeigen werden, ist die aus Korea stammende und jetzt in Düsseldorf lebende Künstlerin Mikyung Pae zusätzlich noch mit einem gesonderten Kunstprojekt auf der Kulturinsel "Nepixkull" im Moerser Schlosspark vertreten. Angeregt durch die dort wachsende Trauerweide wird sie unter dem Titel "Trostfrauen" ein etwa 25 Meter im Durchmesser messendes Pentagramm aus gelbfarbenen Hölzern präsentieren. Das soll an die Verschleppungen koreanischer, philippinischer und chinesischer Frauen in japanische Soldatenbordelle vor rund 70 Jahren erinnern. Darüber hinaus ist sie mit weiteren Arbeiten, zum Beispiel einer Reihe farbiger Plexiglaskästen und einer mit roten Weiblichkeitszeichen versehenen Wand in zwei Räumen des Seewerk-Gebäudes zu sehen.

Einige der dort ansässigen Firmen haben wieder ihre Räume zur Verfügung gestellt. So ist die Dortmunder Malerin Julia Steinberg mit ihren bunten stilisierten Bootsszenen und von fantasievollen Ornamenten umgebenen Frauenbildnissen in den Präsentations- und Büroräumen der Werbe- und Messegestaltungsteams Tischler vertreten, während die Arbeiten ihrer Düsseldorfer Malerkollegin Katrin Roeber gleich nebenan bei der Audioelektronikfirma Berendsen untergebracht sind.

Katrin Roeber hat dort mit Bildern und Papierinstallationen das vor mehr als 300 Jahren untergegangene und erst 1962 wieder geborgene, schwedische Schiff "Vasa" künstlerisch thematisiert. Des Weiteren präsentiert sich gleich gegenüber der aus Bosnien-Herzegowina stammente Bildhauer Ivica Matjevic mit mehreren effektvollen, farbig strukturierten, runden und rechteckigen Holzarbeiten in einem speziellen "Ruheraum", während im nächsten Gebäudeteil die studierte Bühnen- und Kostümbildnerin Una Sörgel auf dem kreisenden Band einer Sushibar-Theke kleine, weiß gekalkte Blüten, Blätter, Samenkapseln und andere Naturformen zeigt.

Dazu sind die Wände mit eindrucksvollen, von dem Fotokünstler Jörg Parsick-Mathieu gemachten Schwarz-Weißporträts der Ausstellungsmacher Angelika Petri und Frank Merks sowie ihrem Helferteam geschmückt. All das ist bereits aufgebaut. Ebenso wie eine aus Stühlen, Tischen, einem Thron und zahlreichen Bildern bestehende Rauminstallation, die der ostpreußische Künstler Anatol Herzfeld mit Frank Merks zusammen unter dem Titel "Reise nach Suriname" geschaffen hat. Nur die aus Licht- und Klang bestehenden Kunstwerke des Düsseldorfer Designers Christian Jendreika fehlen noch. Laut Angelika Petri werden sie aber spätestens in den kommenden Tagen fertig werden. Die "Seewerk"-Kunstausstellung beginnt am Samstag, 15. August um 14 Uhr an der Kulturinsel "Nepixkull" im Schlosspark.

Quelle: RP
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