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Moers
Empfehlungen für Parkgestaltung

Moers. Gymnasiasten stellen Ergebnisse ihres Bildungsprojekts vor.

Das Startprojekt "GFB 21" am Moerser Gymnasium Filder Benden hat mit der öffentlichen Präsentation der Ergebnisse sein Ende gefunden. Zehn Schüler haben sich mit einem innovativen Bildungsprojekt und strengen wissenschaftlichen Arbeitsweisen beschäftigt, das von der NRW School of Governance der Universität Duisburg-Essen, der Schule, Unternehmen und der Moerser Verwaltung flankiert wurde. Kurt Jakob und Alexander Höwel begleiten als Projektleiter die Arbeit.

Etwas sperrig klingt der Arbeitstitel des Lehrforschungsprojektes. "Interessen im Park. Eine vergleichende Analyse von Nutzungsverhalten und Einstellungen der Moerser Bürger zum Schlosspark und dem Freizeitpark Moers-Kapellen." Die Umsetzung innerhalb der Projektgruppe gestaltete sich indes ergebnisorientiert, wie bei der Vorstellung von Julian Rosen, Pia Löw, Simone Kritzen und Julia Hötger zu erleben war.

In einer Umfrage hatte die zehnköpfige Oberstufengruppe 640 Personen aller Altersgruppen direkt und online befragt. Bei der Präsentation ging es unter anderem um Themen wie Optik, Verschmutzung, Vandalismus, Radfahren oder aber freilaufende Hunde in den beiden Moerser Parks. Außerdem wollte das Schülerteam Verbesserungsvorschläge in Erfahrung bringen. So wünschten die Bürger sich unter anderem mehr Veranstaltungstage im Jahr und mehr sportliche Angebote. Auch, so die Anregung aus der Bürgerschaft, sollten die Wasserflächen mehr in Freizeitangebote eingebunden werden. Auf ein Defizit wies das Schülerteam direkt hin. Eine "Parknutzungsordnung" fehlt.

Bürgermeister Christoph Fleischhauer, Schirmherr des ersten innovativen Bildungsprojektes, beschert die Auswertung ein ganzes Bündel an Handlungsempfehlungen und damit auch Arbeitsmaterial. Die Stadt will sich über künftige Umgestaltungsmaßnahmen der Parkanlagen gemeinsam mit der Politik auseinandersetzen. "Wir versprechen uns von den Ergebnissen einen hohen Nutzen", sagte Fleischhauer.

Besonders beeindruckt waren die Anwesenden von dem neu gelernten Handwerkszeug der Schüler, um das Projekt zu meistern. Zwar besitzt die persönliche Befragung und Online-Umfrage in sozialen Netzwerken keinen repräsentativen Charakter, aber sie gibt für Moers ein gutes Meinungsbild wider, so das Fazit. Unterstützt wurde das Projekt mit 10.000 Euro von Sparda-Bank West. Beteiligt sind an GFB21-Folgeprojekten Edeka Rhein-Ruhr und HSK Informatik GmbH.

(sabi)
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