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Moers
Endspurt für den großen Festtag zum Reformationsjubiläum

Moers. Morgen beginnt auf der Halde Rheinpreußen die Feier mit einem Gottesdienst. Auch 500 Mottoschals sind dazu hergestellt worden.

Morgen, Sonntag, werden die Feiern zum Reformationsjubiläum in der Region ihren Höhepunkt erreichen. Auf der Halde Rheinpreußen wird ab zehn Uhr der große Festtag des Evangelischen Kirchenkreises Moers mit einem Festgottesdienst beginnen. Das bedeutete in dieser Woche einen Dauereinsatz für die Organisatoren Mareike Maeggi und Christoph Roller. Am Mittwochvormittag stiegen sie beispielsweise gemeinsam mit Tontechniker René Barth auf die Halde Rheinpreußen. Folgende Fragen mussten geklärt werden: Wie genau sollen die Lautsprecher stehen, wie viel Raum kann dem Schlagzeug zur Verfügung gestellt werden? Das wurde geklärt mit dem Veranstaltungsprofi, der am Sonntagmorgen das musikalische Equipment und die Bühnenanlage in aller Frühe aufbauen muss.

Gleich im Anschluss hatten beide schon den nächsten Termin an der Stadtkirche Moers. Dort gingen die beiden letztmalig vor Sonntag gemeinsam mit Mitarbeitenden der Evangelischen Kirchengemeinde Moers die Planungen durch. Wo stehen die Essensstände, wo gibt es die Getränke? Wird die Bühne für die Poetry-Slam-Beiträge und die Musik für die Jugendlichen so stehen, dass die Musik in der Stadtkirche dennoch ohne Nebengeräusche zu hören sein wird? Ist der Platz für die Spielgeräte aus dem Spielmobil gut ausgerichtet? Und welche Schattenplätze unter den alten Bäumen stehen an dem zu erwartenden schönen Sommertag für die Besucherinnen und Besucher zur Verfügung, um sich ausruhen zu können?

"Wir erwarten mehrere Hundert Besucherinnen und Besucher, da soll alles funktionieren, damit wir ein schönes Fest haben können", erzählt Mareike Maeggi. "Das Planen und Organisieren geht gerade in den Endspurt und es ist nochmal viel zu tun. Aber es machen viele mit, und gemeinsam schaffen wir das. Es wird sicher ein schönes Fest, für das der Einsatz lohnt - darauf freue ich mich!"

Im Vorfeld hat der Kirchenkreis außerdem 500 Tücher aus Viskose herstellen lassen. "Mit den Schals können die Besucherinnen und Besucher des Festes ihre Zugehörigkeit zeigen und ihre Nähe zur Reformation, die wir an dem Tag feiern. Und natürlich auch, dass ihnen das Fest gefällt. Dass die Schals so schön aussehen in ihrem Sonnengelb, übertrifft sogar noch unsere Erwartungen!", freut sich Wolfram Syben, Superintendent des Kirchenkreises Moers.

Die Zahl entspricht den 500 Jahren seit dem Beginn der Reformation im Jahr 1517. "Es ist aber auch die Zahl der Besucherinnen und Besucher, auf die wir beim Gottesdienst mindestens hoffen. Wenn es 300 mehr werden, umso schöner. Vielleicht kann man sich dann auch ein Tuch ausleihen", sagt der Superintendent pragmatisch.

Am Fuß der Halde werden die Schals für den empfohlenen Betrag von fünf Euro abgegeben. Sollte die Spenden die Ausgaben übertreffen, geht jeder zusätzliche Euro, genau wie die Gottesdienstkollekte, an das Naomi-Projekt in Griechenland. Dieses Projekt engagiert sich für Flüchtlinge und geht über Nothilfe hinaus. Es soll Flüchtlingen durch Beratung und Begleitung Perspektiven für die Zukunft eröffnen.

"Uns war zudem wichtig, dass die Tücher fair hergestellt werden. Deshalb haben wir mit der DWP Fairhandelsgenossenschaft zusammengearbeitet."

Nach dem Festgottesdienst auf der Halde machen sich die Gläubigen auf den Weg zum Friedensgebet nach St. Marien (12.30 Uhr), auch ein Zeichen für das gute ökumenische Verhältnis der Konfessionen in der Region. Um 14 Uhr beginnt dann das Fest rund um die Stadtkirche. Mehr Infos unter

www.vonherzenevangelisch.de

Quelle: RP
 
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