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Moers
Enni bereitet an Verbandsstraße den Bau ihrer Windräder vor

Moers. Das Planungs- und Genehmigungsverfahren war lang. Fast drei Jahre und gut ein Dutzend Gutachten gingen ins Land, bis Enni Energie & Umwelt (Enni) endlich grünes Licht für den Bau ihres Windparks in Repelen hatte. Umso mehr freuen sich Enni-Geschäftsführer Stefan Krämer und Uwe Bruckschen, Leiter der Unternehmensentwicklung und Projektleiter, dass es nun richtig losgeht.

Auf dem Areal im Dreieck zwischen der Autobahn 42 und der Rheinberger- und Verbandstraße rollen seit Anfang der Woche die Bagger. "Und die kommen sehr schnell voran", haben Krämer und Bruckschen beim Besuch der Baustelle festgestellt. Zwischen den Stoppeln eines abgemähten Weizenfeldes auf der einen und mannshohen Maispflanzen auf der anderen Seite ist schon nach zwei Tagen die Zufahrtsstraße zu einem der beiden zukünftigen Windkraftwerke zu erkennen. Autofahrer sehen entlang der A42 die sogenannte Miete, den aufgeschütteten Bodenaushub, wachsen.

Krämer ist voller Vorfreude auf das erste Windkraftwerk des Unternehmens auf Moerser Boden: "Bald können wir nach dem Biomasse-Heizkraftwerk im Technologiepark Eurotec und dem Solarpark in der Neukirchen-Vluyner Dong auch beim Wind ein Ökoprojekt vor der Haustüre vorweisen", erklärt der Enni-Geschäftsführer. Bis die beiden Windräder im Moerser Norden Ökostrom produzieren, werden aber noch einige Wochen vergehen. Bis Mitte Oktober wird es voraussichtlich dauern, die mehr als 10 000 Quadratmeter große Fläche für die Anlieferung und die benötigten Kranflächen zum Aufstellen der Anlagen vorzubereiten.

Danach wird das Unternehmen die zwei Fundamente für die nötige Standfestigkeit der knapp 150 Meter hohen Windkraftwerke bauen: Die Betonplattformen werden jeweils einen Durchmesser von 16 Metern aufweisen und rund vier Meter in die Tiefe ragen. Parallel bindet Enni die Anlagen über ein 700 Meter langes Stromkabel an das eigene Netz an.

Noch vor Weihnachten will Krämer dann den ersten Windstrom ernten und knapp sechs Millionen Euro investiert haben. Die mehr als acht Millionen jährlichen Kilowattstunden wird Enni in der Einmündung der Willy-Brandt-Allee in die Verbandstraße in ihr Stromnetz einspeisen.

"Damit können wir weitere 2400 Haushalte mit Ökostrom versorgen und unseren Anteil regenerativ erzeugten Stroms vor Ort weiter ausbauen. Und Moers ist um ein Vorzeigeprojekt der Energiewende reicher", sagt Krämer.

Quelle: RP
 
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