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Moers
Enni Energie & Umwelt will weiter wachsen

Moers. Die Enni Energie & Umwelt will ihre führende Rolle bei der Umsetzung der Energiewende am linken Niederrhein weiter ausbauen. Das nannte Geschäftsführer Stefan Krämer bei der gestrigen Bilanzpressekonferenz als Ziel für die kommenden Jahre. Noch in diesem Sommer erwartet die Enni die Genehmigung für den Bau eines Windparks in Kohlenhuck; vier große Windräder sollen dort entstehen. Zudem suchen man weitere Flächen für Wind- und Solarparks.

Wie berichtet, hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2015 mit 17,9 Millionen Euro den größten Gewinn der 15-jährigen Firmengeschichte erzielt (2014 waren es 17,2 Millionen). Die Stadt Moers erhält nicht nur 75 Prozent vom Gewinn (also 13,4 Millionen Euro), sondern auch 5,9 Millionen Euro an Konzessionsabgaben für den Betrieb von Versorgungsnetzen. An die Stadt Neukirchen-Vluyn, ebenfalls Gesellschafterin der Enni, gehen insgesamt 2,6 Millionen Euro.

Wie Krämer weiter berichtet, beschäftigt die Enni derzeit rund 250 Mitarbeiter, weitere 250 Arbeitsplätze würden indirekt, durch den Einkauf von Dienstleistungen anderer Unternehmen gesichert.

Neben der Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen soll der weitere Ausbau des bundesweiten Verkaufs von Strom und Wasser für Wachstum sorgen. Zudem wolle man den Betrieb weiterer Strom- und Gasnetze übernehmen, sagte Krämer. Derzeit gebe es Ausschreibungen in Sonsbeck und Uedem. "Wir werden uns bewerben." Auch im Bereich der Telekommunikation werde sich die Enni stärker engagieren. Sie installiert bereits Hausanschlüsse für die Telekom, vermutlich werde man auch Dienstleister für Unitymedia werden, sagte Krämer. Zudem will die Enni selbst einige Gewerbegebiete (Genend, Hülsdonk, Eurotec) mit Glasfasernetzen ausstatten und dort als Telekommunikationsanbieter für Großkunden auftreten.

Wie der Enni-Aufsichtsratsvorsitzende Volker Marschmann gestern sagte, ist der Vertrag mit Stefan Krämer, der 2003 aus Osnabrück nach Moers kam, bis 2022 verlängert worden.

(pogo)
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