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Moers
Enni erhöht die Strompreise, Gas und Wasser bleiben stabil

Moers: Enni erhöht die Strompreise, Gas und Wasser bleiben stabil
"Ich befürchte, dass die Preiskurve schon bald weiter nach oben zeigt", sagt Enni-Geschäftsführer Stefan Krämer. FOTO: Jörg Parsick-Mathieu / Enni
Moers. Experten schätzen, dass die Preise langfristig nach oben gehen. Nun ist eine Erhöhung um 1,5 Prozent angesagt.

Die Enni wird ihre Energie- und Wasserprodukte auch 2018 zu unterdurchschnittlichen Preisen im Verhältnis zum Marktniveau anbieten. "Beim Gas und Wasser tut sich nichts", verspricht Enni-Geschäftsführer Stefan Krämer. 2018 blieben die Preise stabil. Beim Strom werde sich nur wenig ändern, sagt Krämer. Hier müsse das Unternehmen infolge der seit Monaten anziehenden Börsenpreise und weiter gestiegener Netznutzungsentgelte die Preise leicht erhöhen. Mit rund 1,5 Prozent falle das Plus für den Durchschnittskunden aber - anders als noch zur Jahresmitte befürchtet - moderat aus, sagt Krämer. Insgesamt seien die Energiepreise weiter äußerst beweglich, was laut Krämer Zukunftsprognosen erschwere.

Dies würden ganz aktuell die noch vor kurzem so nicht erwarteten Sprünge bei den Ölpreisen zeigen. Überzeugt ist Krämer indes, dass sich Energiekunden das aktuell stabile Niveau im Zeitalter der Energiewende und andauernder Klimadiskussionen sichern sollten. "Ich befürchte, dass die Preiskurve schon bald weiter nach oben zeigt."

So bleibe die Marktsituation für Stadtwerke bundesweit schwierig. Neben den Risiken im Energieeinkauf bereiteten den Experten dabei weiter vor allem die zahlreichen, gesetzlichen Preisbestandteile Kopfschmerzen. Die hätten sich seit der 1998 vervierfacht und machten über Netzentgelte, Steuern und Abgaben heute rund 80 Prozent der Verkaufspreise aus.

Auch für 2018 sei hier laut Krämer bis vor wenigen Tagen vieles "Kaffeesatzlesen" gewesen. Mittlerweile sei das Bild klar. Während die Netzentgelte durch den kontinuierlichen Ausbau der Übertragungs- und Verteilnetze für die Enni deutlich steigen, gehen Steuern und Abgaben leicht zurück.

Die so genannte EEG-Umlage bliebe mit nun 6,79 Cent pro Kilowattstunde als Abgabe zur Förderung erneuerbarer Energien aber nahezu konstant und so neben den Netzentgelten der größte Kostentreiber.

"Inklusive der Mehrwertsteuer belastet sie die Stromrechnung eines 3500 Kilowattstunden verbrauchenden Musterkunden allein mit jährlich knapp 300 Euro", sagt Krämer. Anders als in den vergangenen beiden Jahren habe Enni diese Entwicklung wegen gleichzeitig steigender Börsenpreise in Summe nicht ausgleichen können. "Die Mehrkosten von etwas über einem Euro pro Monat sind aber überschaubar."

Quelle: RP
 
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