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Moers
Enni will Pilotversuch mit Pfandring nicht fortsetzen

Moers. Es kam, wie es Enni-Abteilungsleiter Ulrich Kempken befürchtet hatte. Der Moerser Pilotversuch mit Pfandringen ist gescheitert. Eine Sprecherin der Enni teilte gestern auf Anfrage mit, dass man das Projekt nach den gesammelten Erfahrungen nicht fortsetzen wolle.

Die von einem Kölner Design-Studenten entworfenen Pfandringe waren probeweise an Abfallbehältern am Bahnhof, am Kö und an der evangelischen Stadtkirche angebracht worden. Dort konnten Bürger Pfandflaschen im Ring abstellen, wenn sie selbst keine Lust hatten, das Leergut zurückzubringen. Das Projekt hätte Menschen, die sich durchs Flaschensammeln ein Zubrot verdienen, davor bewahren sollen, im Müll nach Pfandobjekten zu suchen.

Die Enni hatte den Versuch im Februar gestartet, nachdem eine entsprechende Bitte im Ausschuss für Bürgeranträge eingegangen war. Die Erfahrungen der ersten Monate seien allerdings nicht besonders ermutigend gewesen, teilte die Enni mit. Zwar habe man nicht feststellen können, in welchem Ausmaß die etwa 30 Zentimeter über dem Gehweg angebrachten Ringe genutzt worden wären. Wohl aber habe man festellen können, dass regelmäßig Kaffeebecher und Ähnliches dort deponiert worden seien, so dass zusätzliche Schmutzecken in der Stadt entstanden seien. "Die Kosten stehen einfach in keinem Verhältnis zu dem möglichen Nutzen", hieß es dazu bei der Enni. Daher wolle man dem Ausschuss für Bürgeranträge im September empfehlen, das Modell "Pfandringe" nicht weiter zu verfolgen.

(ock)
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