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Moers
Enni-Windräder haben den ersten Strom erzeugt

Moers. Gestern Morgen hat sich eines der beiden Enni-Windräder zum ersten Mal gedreht und Strom ins Netz eingespeist. Dass der 150 Meter hohe Gigant kurz darauf wieder still stand, war keine Panne, sondern geplant. In den nächsten Wochen wollen die Ingenieure zahlreiche Feinjustierungen vornehmen. Dazu müssen die Generatoren immer wieder abgeschaltet werden.

Bis die beiden, knapp sechs Millionen Euro teuren Windräder kontinuierlich Ökostrom produzieren, werden noch einige Wochen vergehen. Voraussichtlich Ende Januar wird die Herstellerfirma Senvion die Kraftwerke offiziell an die Enni übergeben. Jährlich werden sie dann mehr als acht Millionen Kilowattstunden Strom liefern, die die Enni an der Ecke von Willy-Brandt-Allee und Verbandsstraße in ihr Netz einspeist. "Damit können wir weitere 2400 Haushalte mit Ökostrom versorgen und unseren Anteil regenerativ erzeugten Stroms vor Ort weiter ausbauen. Und Moers ist um ein Vorzeigeprojekt der Energiewende reicher", sagt Enni-Geschäftsführer Stefan Krämer. Der Probelauf für das zweite Windrad beginne voraussichtlich Ende Dezember.

Im Frühjahr sollen dann auch interessierte Bürger die Gelegenheit erhalten, die Windräder näher kennenzulernen.

Mehrere Jahre hatte die Planungs- und Genehmigungsphase für den Windpark in Repelen in Anspruch genommen. Der Bau der Fundamente, die nächtliche Anlieferung der bis zu 50 Meter langen Teile durch Schwerlasttransporter und der Aufbau der Windräder dauerten hingegen nur wenige Wochen und lockten dabei viele Schaulustige an.

Die Enni ließ den Bau der Windräder von den an der Franz-Haniel-Straße beheimateten Spezialisten für 3D-Vermessungen und Luftbildaufnahmen der Moerser Firma Jalasca dokumentieren. Dazu stieg letzte Woche in Flugroboter auf.

(ock)
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